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Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
Tell
01-jun-03
was meint Ihr dazu? (nötig/unnötig, gut/schlecht)
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
Muttererde
02-jun-03
@Tell
Ganz ehrlich !
Das dümmste Bauwerk seit der Bau des Asua-Staudamm.
Die Chinesen haben nichts gelernt.Ein Verbrechen an der Natur.
Aber sie sind ja berühmt für große Dumme Aktionen
(z.b.: Kulturrevolution).
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
02-jun-03
Klar sind die Eingriffe in Natur und Alltag der Menschen riesig (Umsiedlung von Millionen, Untergang alter Staedte und wertvoller Kulturgueter, Umweltrisiken, Aussterben des Fluss-Delphins etc.).
Aber wie will man das Hinterland mit dem grossen Energiebedarf sonst entwickeln und an den Stand der Kuestenstaedte heranfuehren ?
Atomkraftwerke ? Wohin bauen ?
Auch mag man sich kaum vorstellen, wenn ein Beben (2/3 aller Landbeben betreffen China), oder ein Krieg mit dem Damm als Ziel kommt. Dann hiesse es wohl bis einschliesslich Shanghai "Land unter".
Ausserdem, wann zeigen wir im Westen aufstrebenden Entwicklungslaendern, wie man es besser macht. Wann werden unsere Atomkraftwerke (nicht nur in D.) abgeschaltet und auf Solarzellen, Brennstoffzellen etc. umgestellt ? Und der Umweltschutzgedanke hatte ja auch erst eine Chance, als die wirtschaftliche Entwicklung das zuliess.
Gegen das Argument, die Menschen eine Chance zu geben aus der Armut zu entkommen und ein Leben wie die Menschen an der Kueste fuehren zu koennen, gibt es wenig Gegenargumente. Oder sie stimmen mit den Fuessen ab und kommen - noch mehr als bisher - in die Kuestenprovinzen. Das sind dann Millionen Landfluechtige. Koennen/wollen das die Kuestenprovinzen auf die Dauer leisten ?
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
Einstein
02-jun-03
"wann zeigen wir im Westen aufstrebenden Entwicklungslaendern, wie man es besser macht"

China mit Solarstrom versorgen, sehr gute Idee !!!

China kann seinen Strombedarf ohne Atomstrom in Zukunft nicht decken,
dies wird der letzte Atomstromgegner bei allem Idealismus zugeben muessen. Deswegen haetten es die deutschen "besser gemacht", wenn sie ihre Technologie im Bereich Atomenergie weiterenwickelt haetten um Laendern wie China es zu ermoeglichen moeglichst sichere Kraftwerke zu bauen.
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
Natur
02-jun-03
Ich weiss nicht was das größere übel ist.Atomkraftwerk oder dieser
Wahnsinnige Stausee.Bei diese Erdbeben gefärdete Region.
Dann vielleicht doch besser den Stausee,da kann wenigsten uns in Europa nichts passieren.Shanghai wird dann leider Absaufen.Aber so ein
Venedig des Ostens hat auch was,mit der Gondel am Jin Mao Tower vorbei schippern.
@alle
In ihrer Arogantheit gegen jegliche Naturgesetze zu wiedersprechen,und zu meinen es gäbe keine Alternative.Werden sie einmal sehr Teuer Be-
zahlen.
In einer gewissen weise hat Sars so auch begonnen,schaut man nur die versüften und Dreckigen Märkte an,dann wundert man sich das da nicht schon viel früher was passiert ist.
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
02-jun-03
@Einstein
...verstehe nicht ganz warum Du so in die Ketten gehst !
Ich meinte Alternativenergieen im Allgemeinen. Es geht um einen Energiemix, da man kaum alle Enegie in der benoetigten Menge zur benoetigten Zeit aus einer Energiequelle decken kann.
Warum immer nur: Entweder oder ?
Sicherlich kann China kaum den wachsenden Energiehunger (im Westen ist aufgrund von Gesetzgebung und Effizienz eher von sinkenden Bedarfen auszugehen) mit Solarzellen decken. Aber sie haben z.B. Heisswasser-Kollektoren auf den Daechern. Sicher auch ein Kostenfaktor. Ebenso teure Atomtechnik aus dem Westen zu importieren. Und die Standortproblematik ! Dort wo der Strom gebraucht wird, sind zu viele Menschen im Falle eines GAU betroffen. In Xinjiang waeren weniger Menschen betroffen, aber die Stromverluste auf dem langen Weg zum Verbraucher....


spiel
Eisen steigstnaman es besser macht"
China mit Solarstrom versorgen, sehr gute Idee !!!

China kann seinen Strombedarf ohne Atomstrom in Zukunft nicht decken,
dies wird der letzte Atomstromgegner bei allem Idealismus zugeben muessen. Deswegen haetten es die deutschen "besser gemacht", wenn sie ihre Technologie im Bereich Atomenergie weiterenwickelt haetten um Laendern wie China es zu ermoeglichen moeglichst sichere Kraftwerke zu bauen.
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
02-jun-03
mein posting oben ab "spiel" tut nix zur Sache. War ein Ausschneide-/Kopiefehler.
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
gauss
02-jun-03
@Einstein
So einen Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gehoert.
Es gibt genug entwickelte Laender, die ihren Strombedarf ohne Atomstrom decken und es werden noch mehr werden. Und haette man in D alle Atomenergiesubventionen der letzten 50 Jahre in erneuerbare Energieen oder in die Energieeinsparung gesteckt, dann braeuchte Deutschland den heute produzierten Atomstrom gar nicht.

Zum Dreischluchtendamm:

Umsiedlung von einer Million Menschen fuer ein Projekt mit 18 Jahren Bauzeit! Was ist das schon in China? Soviele werden in den Kuestenstaedten jedes Jahr umgesiedelt.

Vernichtung von Kulturguetern? Ja, nur wieviele Promille der noch nicht entdeckten Kulturgueter in China sind das?

Gefahr im Falle eines Erdbebens? So what? Es wird schon nicht so sein dass die Haelfte Chinas ersaeuft wird. Abgesehen davon ist das wie beim AKW. Der Gau ist eher unwahrscheinlich - auch ein Damm wird auf Erdbeben bemessen.

Flussdelfin? Eh schon fast ausgestorben. Dauert wahrscheinlich auch ohne Damm nicht mehr lange.

Was ich sagen will ist, dass das Thema Dreischluchtendamm im Westen dramatisiert wird. Der Damm faellt in China nicht ins Gewicht. Wenn man die von euch angefuehrten Themen auf chinesische Dimensionen bezieht aendert sich fuer durch den Damm wenig.

Es ist nun mal ein Prestigeprojekt und wird gebaut, um die Faehigkeiten der chinesischen "Ingenieurkunst" und die Leistungsfaehigkeit des chinesischen Volkes unter Beweis zu stellen. Da koennen wir noch so lange lamentieren. Auch wenn ich sonst viel ueber das chinesische Umweltunbewusstsein schimpfe, habe ich in dem Falle kein Problem damit.
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
02-jun-03
@Gauss
...den Masstab im Falle China ein wenig groesser anzulegen, haben wir glaube ich schon gelernt. Allerdings relativiert sich im Falle der Umsiedlung das Einzelschicksal nicht, nur weil es eben nur ein paar Promille der Gesamtbevoelkerung ausmacht. In dem Stil kann man dann auch einen GAU, oder SARS kleinreden.
Die Umsiedlung in Deutschland wg. Tagebau zeigt doch wie sehr es zu Konflikten zwischen angestammter Bevoelkerung und wirtschaftlichen Interessen kommen kann. Im Falle Staudamm kann dieses ueber die Koepfe hinwegregieren auch einmal zu handfesten sozialen Verwerfungen kommen (gerade wenn es -wie der aktuelle Spiegelartikel dazu - zu Korruption und Bereicherung kommt).
Ich rede hier gar nicht den Kritikern des Staudammes das Wort. Es gibt viele Gruende Fuer und Wieder. Entscheiden muessen wir das ja nicht...;-)

Ich glaube es ist vielen gar nicht bewusst, welche Gradwanderung China bei der Transformation von dem weltgroessten Agrarland zu einer Industriegesellschaft wagt. Viele Umstaende die 89 Tiananmen ausgeloest haben, sind gerade heute wieder aktuell.
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
Fair Play
02-jun-03
@gauss
Deine Kaltschnäuzigkeit erschreckt mich fast mehr wie der Staudamm.

"Vernichtung von Kulturgüter ? Ja nur wieviele Promile der noch nicht
endeckten Kulturgüter sind das."

Kein Mensch weiss wieviel noch unendeckt ist,und vor allem wie bedeutend es ist,man wird es nie wieder heraus finden.So was lässt sich nicht in Promile Rechnen.Das ist ein Stück Weltkulturerbe,aber vor
allem ein trauriges Kapitel für China's Geschichte.

Was den Flussdelphin betrifft,ist so manche Tierart wieder geretten
worden das schon als Ausgestorben gilt,z.b. bei uns der Fischotter und
Biber.Vorrausgesetzt die gegebenheiten können geschaffen werden.
Wie sich das mit den Staudamm bewerkstellen lässt ist mir auch ein Rätsel.Aber es sollte alles Unternommen werden was zur Rettung bei-
trägt.Beim Panda macht man es ja auch.
Was die Umsiedelung betrifft.So wurde den Menschen bessere Lebens-
bedingungen Versprochen.Viele hausen aber unter weitaus Schlimmeren
Bedingungen als zuvor.Auch die möglichkeit ihrer Arbeit nach zu gehen,
da es meist nur einfache Bauer und Fischer sind ist ihnen genommen
worden.In höheren lagen ist der Boden kark und Hart,es gedeiht weniger bis garnichts.Die Fischer dürfen mit ihren Kormorane nicht mehr Fischen,da sie eine Gefahr für die großen Schiffe darstellen,falls es Fische dann noch gibt.Ein gut funktionierendes Öko-System im Einklang von Mensch und Natur wurde Zerstört.Die dort Ansässigen Menschen haben der Natur immer nur das genommen was sie brauchen,wohlwissend das die nächste Generation auch noch Ernährt werden muss.
Die Menschen dort sind Entäuscht von der Regierung,und die Unterstützung die sie bekommen reicht nicht einmal für ein Jahr.
Es geht auch das Gerücht um das einige korrupte Beamte sich bereichert
haben.Wie auch immer,die Armut und die Soziale Ungerechtigkeit ist dort grösser geworden.Damit Städte wie Shanghai weiter Expantieren
kann.
Aber das ist ja weit weg,und die Zahlreichen Bars lassen es ein schnell
Vergessen.
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
Einstein
03-jun-03
Sorry wenn's off topic wird, aber mit "So einen Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gehoert" lass ich mich nicht ganz abspeisen.

Ich zitiere : "Seit der Nutzung der Kernenergie - also ab Ende der 60er Jahre - ergibt sich ein volkswirtschaftlicher Vorteil von insgesamt etwa 75 Milliarden DM, so daß selbst bei Anrechnung aller zur Erforschung und Entwicklung der Kernenergie aus Steuermitteln aufgewendeten Gelder ein volkswirtschaftlicher Gewinn von rund 45 Mrd. DM zu verzeichnen ist" (Quelle: http://www.infokreis-kernenergie.org/d/faq_thema03.cfm#3u9)

und weiter : "Mit ca. 23 Prozent des gesamten öffentlichen Forschungs- und Entwicklungsbudgets für Energieforschung gibt Deutschland anteilsmäßig weit mehr für erneuerbare Energiequellen aus als andere große Industrienationen ... Dennoch liegt zur Zeit der Anteil aller erneuerbarer Energien - einschließlich des Wassers - an der Primärenergieversorgung in Deutschland bei ca. 1,4 Prozent"

.. der von Kernenergie bei 35%.

Du glaubst also im Ernst, China hat eine realistitsche Chance ohne Kernenergie auszukommen ??

Idealismus ist einfacher als Realismus, aber das ist den Gruenen in Deutschland egal, mit Idealismus lassen sich einfacher Waehlerstimmen bekommen und Greenpaece bekommt damit Mitglieder. Wo aber die 35% Strom herkommen sollen haben sie noch nicht gesagt.

Und noch etwas, eines der groessten Probleme China's ist mit Sicherheit nicht ob Flussdelphine sterben, sondern Umweltverschmutzung. 9 der 10 Staedte mit der schlechtesten Luft der Welt liegen in China, Shanghai gehoert dazu.
Lieber Gauss, nimm dir doch mal die Zeit und suche im Internet wie hoch der Ausstoss von CO2 eines Atomkraftwerks ist......
Ich erspare dir die Zeit, er liegt bei 0 !
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
03-jun-03
Warum hat China eigentlich nur 3 Atomkraftwerke (soweit ich informiert bin) ? Vielleicht auch, weil sie das groessten Nutzenpotential an Energie aus Wasserkraft haben ?! Und natuerlich auch (ziemlich ineffizient sehr schwefelhaltige Kohle verstromen). Das Wasserkraftpotential nutzt man jetzt durch den Damm:
Und spart damit den Bau von 12 Kernkraftwerken.
Klingt also ein wenig nach der Wahl zwischen Pest und Cholera.

Aber bei Atomkraft jetzt den Vorteil der CO2-Freiheit als den einzig entscheidenden Vorteil auffen Schild zu heben ist ein wenig zu einfach.
Sonst rate mal, lieber Einstein, wie gross die Flaeche des Schadens bei einem durchgebrannten Kollektor auffem Dach ist im Vergleich zu einem durchgeknallten Reaktor !

Ausserdem soll mir 'mal jemand erklaeren, warum es nicht sinnvoller ist die Energie dort wo sie gebraucht wird, dezentral und zwar schnell und recht kostenguenstig zu erzeugen, anstatt auf Grosstechnologie zu setzen. Atomstrom hat Vorteile bei der Grundlast, die Verbrauchsspitzen kann man aber durch schnell anlaufende Gaskraftwerke oder eben den Kollektor/die Zelle auffem Dach abdecken.
Warum immer wieder nur: Entweder, oder ?
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
Einstein
03-jun-03
Spricht doch kein Mensch von entweder / oder.
Ich finde deinen Standpunkt ja vernuenftig, ne Mischung aus Atomstrom und anderen Energien. Nur hat halt Gauss es so darstellen wollen (oder ich habe es falsch verstanden) als koennte China seinen Strombedarf nur durch regenerative Energien decken wenn Deutschland nur genug Geld reingesteckt haette.

Ich glaube wir sind uns doch alle einig, dass Shanghai mit einem Bevoelkerungswachstum von ueber 20% kein Geld und keine Moeglichkeiten fuer Solarenergie hat. Bei einer Bevoelkerungsdichte von 255 Menschen pro Quadratkm gibt es auch einfach kein Platz fuer Solarzellen, Shanghai ist nicht Island !
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
03-jun-03
@Einstein
Gauss meinte doch : "Und haette man in D alle Atomenergiesubventionen der letzten 50 Jahre in erneuerbare Energieen oder in die Energieeinsparung gesteckt, dann braeuchte Deutschland den heute produzierten Atomstrom gar nicht."
Von daher verstehe ich Deinen Satz "als koennte China seinen Strombedarf nur durch regenerative Energien decken wenn Deutschland nur genug Geld reingesteckt haette." nun ueberhaupt nicht. Seid wann hat D's Investitionsverhalten Einfluss auf die Art der Energieerzeugung in China ?

Shanghai und kein Geld ? Das mit der Bevoelkerungsdichte und daher eingeschraenkten Moeglichkeiten der alternativen Energieversorung stimmt sicher.

Mein neuester Vorschlag: Aufwindkraftwerke in der Wueste Gobi ! ;-)
Man wartet nicht bis die Produktionsverlagerungen der reichen Kuestenprovinzen auch das Hinterland erreicht haben, sondern schafft dort selber eine Industrie...
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
03-jun-03
Soweit ich weiss, plant man auf einer Insel vor Shanghai ein grosses Biomuellkraftwerk. Weiss jemand mehr ?
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
Einstein
03-jun-03
Gauss seine Aussage mit "haette man Subventionen fuer Kernenergie gespart, braeuchte man heute keinen Atomstrom mehr" birgt genau zwei Denkfehler :
Zum einen fehlt das Wort "vielleicht". Denn kein Mensch kann heute sagen, ob Solarenergie jemals wirklich effektiv wird, selbst die Rot-Gruene Regierung streicht massiv subventionen dafuer weil einfach das Kosten-Nutzen Verhaeltnis nach Jahrzenten der Forschung noch immer minimal ist.
Die Formel mehr Subventionen=mehr Strom geht halt eben bisher noch nicht auf.

Der zweite Denkfehler, wenn wir seit den 60ern kein Geld fuer Atomstrom ausgegen haetten, wie wuerden dann heute genau die 35% Strombedarf gedeckt ?
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
gauss
03-jun-03
Oje, da hab' ich aber eine Lawine losgetreten....
Ich wollte durch meine etwas drastischen Aeusserungen eigentlich hauptsaechlich kundtun, dass im Westen staendig auf einzelne Projekte/Probleme gezeigt wird und man dabei mit europaeischen Massstaeben rangeht.
Ich wollte eigentlich nur sagen, dass China groessere Probleme hat als den Damm und habe dabei etwas ueberzeichnet.

Aber Einstein:) -
Wie wuerde der Strombedarf gedeckt? Er wuerde nicht gebraucht!!!

Danke fuer den Link, aber machst du nicht den Bock zum Gaertner wenn du mich auf eine Interessenvertretung der Atomindustrie verweist?
Ich habe uebrigens nicht nur von erneuerbaren Energien sondern auch von Energieeinsparung gesprochen. Die von anderen aufgefuehrten Moeglichkeiten wie dezentrale Erzeugung etc. sind m.E. auch sinnvolle Alternativen, die den Energieverbrauch reduzieren wuerden.
Aber selbst wenn wir 35 % in D einsparen wuerden, wuerden manche Leute noch ueberlegen ob man nicht besser die Kohlekraftwerke abschaltet.
Wie siehst du eigentlich das Problem der radioaktiven Abfaelle. Duerfen wir die in deinem Vorgarten verbuddeln?:)
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
Einstein
04-jun-03
@gauss : Die Zahlen automatisch für falsch zu erklären weil der Verfasser eine anderen Meinung als du hat halte ich für nicht fair.

Wieso reduzieren denn dezentrale Energiequellen den Verbrauch, ich schau doch genauso viel Fernsehen ob der Strom nun aus der Solarzelle auf meinem Dach oder aus dem Kraftwerk kommt ?
Und laß uns doch bei China bleiben, ich dachte wir wären uns da einig, dass Solarenergie hier kein Thema sein kann ?

Kurz zu den radioaktiven Abfällen, ich will da eben mit einem von den Grünen und Greenpeace verbreiteten Vorurteil aufräumen. Es wird immer gesagt, es dauert Milliarden Jahre bis das Zeug nicht mehr strahlt. Stimmt, ist aber gar nicht relevant. Die Frage ist, wie lange dauert es, bis das Zeug die Strahlendosis von Natururan hat, also die strahlenden Steine die überall auch in Deutschland rumliegen. Das ist wesentlich kürzer und schon in heutigen Castorbehaeltern kein Problem.
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
04-jun-03
@Einstein
...will mich ja nicht zwischen Euch werfen...
Schon recht, die Zahlen kann man sich angucken und seine Meinung ueberdenken. Allerdings ist der Vorwurf/Verdacht der Eigeninteressenvertretung nicht von der Hand zu weisen.
Es geht ja nicht nur um den Energieverbrauch an sich und seine Hoehe, sondern auch WORAUS er erzeugt wurde. Wenn ich also per Solarstrom Fernsehen gucke, brauche ich diese Menge schon einmal weniger an Atomstrom zu erzeugen...In der Menge laeppert sich das schon.

Daher verstehe ich auch nicht wieso man sich einig sein sollte in Bezug auf Solarstrom. Jedes Kw weniger Atom- oder Kohlestrom hilft doch. Den Anteil an alternativen Energieformen sollte man also so hoch wie moeglich anstreben. Schon 1 Atomkraftwerk weniger soll also nix ausmachen ?

Auch mit der Halbwertszeit liegst Du schief, meine ich. Nach 100.000 Jahren strahlt das Zeug (ja nach Element unterschiedlich) noch die Haelfte seiner urspruenglichen Strahlung aus. Die Strahlung kommt ZUSAETZLICH zur natuerlichen Strahlung dazu. Das erhoeht natuerlich die Krebshaeufigkeit. Auch Castorbehaelter werden undicht und Strahlung tritt aus (ist doch schon vorgekommen). Und warum ist die Krebshaeufigkeit rings um Sellafield deutlich gegenueber anderen Gegenden erhoeht ?

Es geht um die langfristigen Gefahren aus der Atomwirtschaft. Wenn das Zeug 100.000 Jahre strahlt muss es auch genauso lange sicher verwahrt werden. Guck Dir nur die juengere Geschichte an. Wieviel Kriege und Erdbeben etc. So sicher kann eine Endlagerstaette niemals sein. Und die Strahlenopfer von Hiroshima und Tschernobyl ? Die leiden heute noch, die Natur ist verstrahlt etc. Und das noch auf unglaublich lange Zeit. Denn ich wuesste nicht, wie man die Umwelt von radioaktiven Isotopen reinigen kann.

Also eher - wenn es irgend geht - die Finger davon lassen.
 
 
aw: Yangtse - Staudamm   guter beitrag schlechter beitrag
Einstein
04-jun-03
Moment mal, du sprichst von den Strahlenopfer von "Hiroshima und Tschernobyl".

Zu Hiroshima : Ich rede über Kernenergie, du über Atomwaffen. Das sind zwei komplett verschiedene Sachen.

Zu Tschernobyl : Was Menschen zu Kernkraftgegnern macht ist Unwissenheit, und Tschernobyl ist das beste Beispiel. Der Reaktor in Tschernobyl ist ein "Siedewasserreaktor", einen solchen Reaktor gibt es in anderen westlichen Ländern nicht weil er schon immer fuer unsicher gehalten wurde, bei Reaktoren des westlichen "Druckwasserreaktor" Typs hat es in der Geschichte der Kernenergie noch nie einen nennenswerten Unfall gegeben.
Und eines noch sollte man wissen wenn man über Tschernobyl redet, dort wurde am laufenden Reaktor ein Versuch gemacht zu dem absichtlich die Sicherheitsvorkehrungen manuell blockiert wurde.

Mein Punkt ist, wenn man ueber Kernenergie redet sollte man versuchen zu differenzieren und nicht alles zusammenschmeissen !
Und es sollte auch weniger mit "glaube ich" als mehr mit Fakten diskutiert werden, von einem undichten Castor Behaelter habe ich noch nichts gehoert.

Aber ich gebe die voll Recht, Kernenergie hat Risiken und nicht gelöste Probleme, deswegen stimme ich dir zu wenn du sagst, "wenn es irgend geht dann Finger weg". Aber, ich denke halt es geht nicht, denn ich wünsche mir, dass auch andere Menschen auf diesem Planeten so ein schönes Leben haben wie ich und ich will ihnen diese nicht verweigern weil wir plötzlich keinen Strom mehr haben.
Und außerdem bleibt es noch mal zu erwähnen, Kernenergie hat keine CO2 Emission.

Deswegen, wer eine vernünftige Risiko-Nutzen Analyse macht kommt zu dem Schluss, das der Nutzen für Menschen und Umwelt wesentlich höher ist als das Risiko der friedlichen Nutzung von Kernenergie.
 
 
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