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Deutsche Industrie kreiert Umweltchaos in   guter beitrag schlechter beitrag
belin
06-mär-04
Vor 30 Jahren haben wir an der Schule Gedankenspiele gemacht, was geschehen wird, wenn Chinas Konsumentenwünsche einst erwachen werden. Inzwischen spuken deutsche Autobauer tausende neue Mobile täglich auf die Strassen in China und fördern genau dasjenige atemberaubende Umweltchaos, das vorher schon weite Teile Europas zerstört hat. Die Autoindustrie ist natürlich nur ein Teil der Verursacher aber ein bedeutendes Beispiel für Umweltverschmutzung importiert aus Europa. Bei mir ist da die ganze Zeit die Frage im Kopf, warum denn in China nicht per Gesetz das 3-Literauto verschrieben wird und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wie in der Schweiz?
 
 
aw: Deutsche Industrie kreiert Umweltchaos in   guter beitrag schlechter beitrag
Erich
06-mär-04
Da kann ich Dir nur mit einer Studie mit dem Titel "Die drei Favoriten - ein Spiegel der ökonomischen Situation" der japanischen Tokio Web Press antworten, die die Begehrlichkeiten chinesischer Familien im Wandel der Zeit anysiert .

Der Studie zufolge sollen in den 1950er Jahren eine Uhr, ein Fahrrad und eine Nähmaschine ganz oben auf der Wunschliste chinesischer Durchschnittsfamilien gestanden haben. In den 80er Jahren waren es Fernseher, Kühlschrank und Waschmaschine, dagegen Telefon, Computer und Klimaanlage in den 90ern. Heute, in einer Zeit des zunehmenden Wohlstandes, sei laut der Studie kein statisches Konzept der drei führenden Konsumartikel mehr ablesbar, man könne jedoch Unterkunft, Ausbildung der Kinder und ein Auto als bevorzugte Konsumenteninteressen identifizieren.

Mehr über die Studie und eine Stellungnahme von People´s Daily Online findest Du bei http://www.chinafokus.de/news/anzeigen.php?newsid=83

die Kritik richtet sich allerdings auf die Pauschalierung der "Begehrlichkeiten", die auf die unterschiedlichen Einkommenssituationen in China keine ausreichende Rücksicht nehmen -
die Aufzählung, die inzwischen das Auto als Ziel (wohl zumindest großer) Bevölkerungsteile nennt, wird aber wohl im Großen und Ganzen von der Reihenfolge her so richtig sein.

Begründbar ist der Trend zum Auto mit steigendem Wohlstand, Sehnscuht nach Individualverkehr und weg von der Reglementierung .... da gibts für Tiefenpsychologen (und weniger für Wirtschaftspragmatiker) einiges an Arbeit..... und die Ergebnisse würden erklären, warum eine solche Gesetzgebung nciht greifen würde (im Übrigen ist die Autoindustrie eine der Wachstumsmotoren des neuen China - wie einest VW in Deutschland, nicht zu unterschätzen);
 
 
aw: Deutsche Industrie kreiert Umweltchaos in   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
09-mär-04
...wenn schon Motorisierung...und wer wollte sie den Chinesen absprechen...dann wuenschte ich mir sowas:

http://inventors.about.com/library/inventors/blkamen.htm
http://www.howstuffworks.com/ginger.htm
 
 
aw: Deutsche Industrie kreiert Umweltchaos in   guter beitrag schlechter beitrag
Erich
10-mär-04
Am vergangenen Wochenende wurde in Shanghai ein neuer Rekord beim Passagieraufkommen erreicht - in zwei Tagen konnten ca. 20.000
Fahrgäste mit dem Transrapid befördert werden.

Alles lief problemlos. Das chinesische Stationspersonal hat trotz voll gepfropfter Bahnsteige sehr gute organisatorische Arbeit geleistet.

Der Betrieb erfolgte mit nur zwei Zügen in einem 15-Minuten-Takt nach neuem Fahrplan. Ein weiterer Zug stand in der Instandhaltung bereit, wurde aber nicht benötigt. In dieser Weise will man ggf. auch später fahren.

Interessant mag noch sein, dass damit keine Weichenverstellungen benötigt werden, die Züge "shutteln" auf ihrer Fahrspur immer nur hin und her.
 
 
aw: Deutsche Industrie kreiert Umweltchaos in   guter beitrag schlechter beitrag
Erich
10-mär-04
huhh - sorry - falscher Thread - gehört nach Shanghai (MAGLEV)
 
 
aw: Deutsche Industrie kreiert Umweltchaos in   guter beitrag schlechter beitrag
xiaojo
10-mär-04
autos und China passen eigentlich nicht zusammen. Ich gehe davon aus das sich die Preise fuer autos und deren Haltung zwar mittelfristig wegen Konkurrent senken, aber langfristig werden die Chinesen Umweltauflagen einfuehren und das Auto kuenstlich verteuern allein schon wegen der rohstoffknappheit und des schon jetzt bestehenden Verkehrschaos.

Ein teures Auto koennen sich nur wenige leisten und damit sinkt/stagniert auch die anzahl der Autos in China. Bei rollern ist man mittlerweile schon mit einem Verbot in Suyhou und Shanghai soweit die Dinge sanft abzuschaffen. Es wird in china jetzt auf das elekt. Fahrrad gesetzt, wobei es auch dort wieder zu Umweltproblemen mit der Batterie kommt.

Das perfekte Auto fuer China war der Santana, langfristig ist es ein Strombetriebenes Auto vielleicht halb halb mit Petrol. Wasserstoff ist noch immer viel zu riskant. fuer biologischen Diesel gibt es keine genuegenden Anbauflaechen fuer Raps in China etc. Vom Oel sind die Chinesen strategisch abgeschnitten obwohl es jetzt eine Pipeline von Russland her gibt zum Aergernis von Japan. Das 3 liter Auto hat in China ebenfalls eine gute Zukunft. Momentan sind die Statusdenkenden Chinesen aber noch weiter auf dem Weg grosse teure Autos zu kaufen.

Im Prinzip sind nicht einmal die Autos das Problem, sondern die LKWs. Auf Chinas strassen fahren russische Modelle die total verschitt sind. Ein solcher LKW blaesst zig mal mehr Schadstoffe in die Luft als ein Auto.
Muesste mal testen. Jedenfalls sehe ich hinter so einer Kiste immer nur noch schwarz.
 
 
aw: Deutsche Industrie kreiert Umweltchaos in   guter beitrag schlechter beitrag
Johann Mutz
11-mär-04
Das mit den LKW's kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen,und das ist noch der überwiegende Anteil an Transportmittel auf China's Strassen.
Die sind noch das ware Übel,aber da soll auch langfristig Abhilfe geschaffen werden.Mercedes ist bereits in Verhandlung mit einen
Chinesischen LKW Hersteller um dort neue Modelle für den Markt zu Bauen.
 
 
aw: Deutsche Industrie kreiert Umweltchaos in   guter beitrag schlechter beitrag
Erich
11-mär-04
nicht nur Mercedes (die angeblich sämtliche LKW-Modelle produzieren wollen) sondern auch andere westliche Hersteller wie z.B. MAN

Zitat:
MAN gründet neue Tochtergesellschaft in China

Der MAN-Konzern, Münchner Systemanbieter in den Bereichen Nutzfahrzeuge, Maschinen- und Anlagenbau sowie industrielle Dienstleistungen, baut sein Geschäft in China aus. Wie aus der MAN-Zentrale verlautete, wird zum 1. April die neue Tochtergesellschaft MAN Truck + Bus China mit Sitz in Peking gegründet. Mit der neuen Tochtergesellschaft will MAN seine Geschäfts- und Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Lkw, Busse und Komponenten optimal ausschöpfen. Die neue Tochtergesellschaft wird auch die Geschäfte des Bus Joint-Ventures Lion's Bus Co. übernehmen, hieß es weiter.

(CRI/China.org.cn, 11. März 2004)

Source:
http://www.china.org.cn/german/105901.htm
 
 
aw: Deutsche Industrie kreiert Umweltchaos   guter beitrag schlechter beitrag
Frieder Demmer
14-mär-04
Die Friedrich-Ebert-Stiftung in Shanghai hat im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit mehreren lokalen Stellen ein internationales Umweltforum ins Leben gerufen.

Fuer solche, die am Thema wirklich interessiert sind, eine erstklassige Gelegenheit um Informationen aus erster Hand zu bekommen. Sehr interessant.

Naeheres ueber die FES Shanghai.
 
 
aw: Deutsche Industrie kreiert Umweltchaos in   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
14-mär-04
...der Tip von Frieder ist wirklich interessant. Uebergreifende, wohltuend sachliche und deutliche Info:

http://www.friedrich-ebert-stiftung.de/
http://www.feschina.net/html/german/index.htm
...auf der Seite nach "Buero Shanghai" und "aktuelle Arbeit" gucken.

http://www.tu-harburg.de/agentec/index.html?/agentec/shanghai/start.htm
 
 
(thread closed)

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