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aw: Ein Test   guter beitrag schlechter beitrag
Augsburg:
30-aug-05
"Die Gelben und Hunde müssen draussen bleiben"

Sorry, Humphrey, da bist du einem sog. "urban myth" aufgesessen (welcher allerdings auch immer noch in manchen chin. Schulbüchern so steht).

Dieses Schild hat in Wirklichkeit nicht existiert, war eine nachträgliche Erfindung der komm. Propaganda.
 
 
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HumphreY
30-aug-05
@Augsburg

"Dieses Schild hat in Wirklichkeit nicht existiert, war eine nachträgliche Erfindung der komm. Propaganda."

Das ist nicht ganz richtig. Das Schild haben nicht die Kommunisten erfunden, sondern wurde das erste Mal in einem Film von Bruce Lee gezeigt ("Fist of Fury" 1971). Darin zerschmetterte er das Schild mit einem Fußtritt.

Ob es historisch so ein Schild gab oder nicht, kann bis heute keiner genau sagen. Tatsache ist niemand hat ein Foto davon gemacht. Doch erwähnt wird es (in verschiedensten Auswüchsen) überall. Nicht nur von chinesischer Propaganda sondern auch von (westlichen) Historikern und Zeitzeugen. Einfach mal googeln.

Dass rassische Diskriminierungen gegenüber Chinesen während der Shanghaier Konzessionszeit gang und gäbe war, ist ja unbestritten. Und darum geht es mir oben.

Übrigens:

http://www.shanghaihotels.crowneplaza.com/portal/jp/jt1/categoryDetails?subCategory=78&category=17&city=218

Guck mal da die Beschreibung über Huangpu Park an.
 
 
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Humor³
30-aug-05
"urban myth"

Und wie etwas dazugelernt!

"Das ist nicht ganz richtig. Das Schild haben nicht die Kommunisten erfunden, sondern wurde das erste Mal in einem Film von Bruce Lee gezeigt ("Fist of Fury" 1971). Darin zerschmetterte er das Schild mit einem Fußtritt."

Was ja ganz besonders witzig ist wenn man bedenkt das Bruce Lee Amerikaner war und kein Chinese.

"Dass rassische Diskriminierungen gegenüber Chinesen während der Shanghaier Konzessionszeit gang und gäbe war, ist ja unbestritten."

Schwer zu sagen. Fakt ist dass in allen Gebieten wo der Westen Einzug hielt die Chinesen am meissten davon profitiert haben. Wenn man sich z.B. die Millinaere in der Zeit anschaut dann waren 80-90% Chinesen (gilt so auch fuer Hong Kong).
 
 
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Saiber
30-aug-05
@Humortiefdrei

Also das muss du mir mal belegen mit den 80-90% abgesehen davon dass das nichts mit der Rassendiskrimminierung zu tun hat.

P.S. Aus Hongkong stammte ein vielfaches von Anti-Auslaender Geschichten und Berichten, denn da wurde die Diskrimminierung am deutlichsten (bis in die spaeten 80er Jahre hinein).
Beispiel Police Force.
Beim Kampf gegen die Triaden starben hauptsaechlich Chinesische Polizisten oder sie durften die Drecksarbeit erledigen. Die Englischen Vorgesetzten wurden aber dafuer immer befoerdert.
 
 
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Humor³
30-aug-05
Saiber
>Beim Kampf gegen die Triaden starben hauptsaechlich Chinesische Polizisten

98% der HK Polizei sind HK Chinesen. Vielleicht lag es daran? Vielleicht kann auch ein Chinesischer Polizist eine Triade einfacher unterwandern wie ein Westlicher?

Es gab frueher recht oft westliche Polizisten auf Streife. Viele haben aber 1997 die Polizei verlassen.

>Die Englischen Vorgesetzten wurden aber dafuer immer befoerdert.

Kannst du einen Fall nennen?
 
 
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Saiber
30-aug-05
P.P.S.

Du scheinst ja sehr stolz darauf zu sein, dass Bruce Lee kein Chinese war. prust! lass mich mal ueberlegen, seine Eltern waren chinesisch? nicht wahr?
Desweiteren, wenn du mal intensiver reserchieren wuerdest, waerst du darauf gekommen, dass Bruce Lee bis zu seinem 19 Lebensjahr in Hongkong gelebt hatte. Weil er zuviel mit den Triaden zu tun hatte und auch viel Aerger bekam hat ihn sein Vater in die USA geschickt.
 
 
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Saiber
30-aug-05
>Die Englischen Vorgesetzten wurden aber dafuer immer befoerdert.

Kannst du einen Fall nennen?


"Over the years, the proportion of Chinese staff within the HK Police has increased, although for many decades the senior leadership remained exclusively British."

Es gibt noch bessere Berichte darueber die das detialiert beschreiben aber dieses habe ich mal schnell aus dem wiki.

http://en.wikipedia.org/wiki/Hong_Kong_Police
 
 
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Los Campos
30-aug-05
"Dass rassische Diskriminierungen gegenüber Chinesen während der Shanghaier Konzessionszeit gang und gäbe war, ist ja unbestritten."

Und heute? Genau umgekehrt. Wir werden offen "laowais" genannt, und im Laden wird getuschelt, dass der "laowai doch eh nichts versteht". In Deutschland koennte ich meinen Laden schliessen, wenn ich sage "Na, alter Tuerke was willste denn? Aber ach, verstehst ja eh kein Deutsch". Das wuerde irgendjemand schon irgendwie als Rassismus auslegen und ich haette wer weiss wen auf dem Hals. Hier sieht man das ganz locker und rechtfertigt sich mit den zig Imperialistischen Invasionen. Und wir muessen natuerlich als "reiche Auslaender" fuer alles und jeden hier grosstes verstaendnis haben. Kritik an der armen Bevoelkerung von uns? Verboten! Deshalb musste sich auch meine Freundin in Nordchina mal anhoeren lassen, "dass sie alle Rechte als Chinesin verspielt hat wenn sie es mit einem Auslaender treibt". Ein Verkaeufer auf einem Markt in Shanghai hat die Freundin eines Freundes mal als Hure bezeichnet, worauf sie ihm kraeftig eine gelangt hat. In Nordchina sollte man sowas nicht machen. Da sind sich die Chinesen dann einig und es geht auf den laowai der die Chinesin "beschmutzt". In Europa interessiert sich der Verfassungsschutz fuer sowas weil es eine rechtsextremitisch motivierte Straftat ist.

Ich bitte also unsere Chinesen hier nicht mit "aber damals wart ihr ja die boesen und deshalb muesst ihr uns verstehen" anzufangen. (Sehr viele)Chinesen haben leider nie gelernt Dinge kritisch zu ueberdenken. Wenn ich ihnen sage dass die anderen boese sind, glauben sie das auch. Sie fragen nicht warum. In der KR wollten sie den Linksverkehr einfuehren um sich gegen den Westen zu stellen. Alle waren begeistert. Als man feststellte dass in UK links gefahren wird, hielten es wieder alle fuer eine "imperialistische Idee".
 
 
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Humor³
30-aug-05
Saiber
Du kannst also keinen Fall nennen.

"although for many decades the senior leadership remained exclusively British."

Seit 1987 waren immer HK Chinesen an der Spitze.

Davon mal abgesehen ist die HK Police Force 100% Hong Kong. Das da auch Briten arbeiten ist doch irrelevant. Bei BMW arbeiten auch viele Tuerken und das macht BMW nicht tuerkisch.
 
 
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Saiber
30-aug-05
@Los Campus

Das stimme ich dir zu. Heute wird der Spiess umgedreht. Und wenn es soweiter geht, dann haben wir irgendwann in der Gesellschaft so etwas wie einen Koran der verbietet sich mit "Unglaeubigen" einzulassen.
Es wird nichts mit der Vergangenheit entschuldigt, aber die Ursachen liegen nun mal in der Vergangenheit. Wenn man den Ursprung und den Kern des Problems nicht kennt, wie soll man dieses Problem loesen? Oder ist es wieder besser, rum zu Gackern und Quacken?

"(Sehr viele)Chinesen haben leider nie gelernt Dinge kritisch zu ueberdenken."

Das mag wohl sein, nur wie sollen sie auch tun?
Hast du schon mal dich in einem Chinesischen Internet Forum umgesehen? Da geht es mehr als militant zu und ein Eber oder YP waeren dazu im Gegensatz noch "freundlich". Chinesinnen werden sehr wohl als Prostituierte angesehen und beschimpft weil sie sich mit "Laowais" einlassen, da man denkt sie sind wegen dem Geldes und dem Lebensstandardes wegen mit denen zusammen. Zum einen ist das erstes Mal der Frust, weil sie finanziell nicht gegen die "Laowais" ankommen. Wer fuerchtet keine starke Konkurrenz? Zum anderen aber muss man nur sich auf der Maominglu umsehen, wie sich "die Laowais" auffuehren, oder auch hier im Forum.

"taugen Chinesische Maenner nichts?", "Die suessen Chinessinnen koennen ja nicht genug bekommen von meinen grossen Johannes...", "Lass uns doch einpaar Chinessinnen aufreisen...", "Mann!! ist das ein leichtes Chinessinnen ins Bett zu kriegen....) etc, etc, etc, etc,

Mal ehrlich, in Deutschland gibt es doch das gleiche Phaenomaen? Warum mag man in Deutschland den "Tuerken" nicht so gerne?
Wei er auf Kapo macht?, weil er denkt er bekommt jede Deutsche rum? Ein unwiederstehlicher Macho?
Wem ist in der Disco schon nicht begegnet, dass es zu einem Gerangel kam weil ein Tuerke sich an die Freundin eines anderen rangemacht hat?
 
 
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Saiber
30-aug-05
@Humor

Deine Argumentation verstehe ich nicht recht.

"Seit 1987 waren immer HK Chinesen an der Spitze."

Mache dich mal mit den 90er Jahren vertraut. Und reserchiere mal weiter wann Thatcher anfing mit Beijing zu verhandeln und wann es langsam und am Ende schnell und ruckartig zu Veraenderungen bis 97 kam.
Juli 1997. Dieses Datum fing mitte der 80er Jahre an wie ein Geier um Hongkong zu schweben.
 
 
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Humor³
30-aug-05
Es ging um die HK Police Force:

"Seit 1987 waren immer HK Chinesen an der Spitze."
 
 
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Godfather
30-aug-05
"Wir werden offen "laowais" genannt, und im Laden wird getuschelt, dass der "laowai doch eh nichts versteht". In Deutschland koennte ich meinen Laden schliessen, wenn ich sage "Na, alter Tuerke was willste denn? Aber ach, verstehst ja eh kein Deutsch". Das wuerde irgendjemand schon irgendwie als Rassismus auslegen und ich haette wer weiss wen auf dem Hals."

Mir kommen gleich die Tränen. Ich wurde hier in Shanghai ganze zwei Mal in den Kontext als Ausländer tituliert. Einmal von einem 4 bis 5 Jährigen Mädchen in einem ganz einfachen Lokal wo man nur Chinesen sieht und einmal in einem der 24 Std Shops wo der Besitzer zu einem Kind sagte, welches in der Schlange vor mir war, "immer zuerst die Ausländer". Hm, beides konnte mich nicht beleidigen und letzteres hat mich doch sehr verwundert, dass ich nur deswegen bevorzugt wurde.

In der Provinz kann das schon eher passieren, aber auch hier solltest du es nicht so werten, wie du es in Deutschland machen würdest, wenn du einen siehst der mit dem Finger zeigent "Ausländer" schreit, sondern versuch das mal aus dem System heraus.

Im Übrigen sind wir wieder in der Mitte des Threads. Hier zeigen die Ausländer sowenig Integrationsinteresse, dass klar ist, dass ein Ausländer gar kein Chinesisch kann. In Deutschland versteht "der Türke" nun mal die Beleidigung, bevor er dir eine reinhaut. Für wen spricht das jetzt? Am ehesten doch gegen die Ausländer in China, weil die noch nicht mal die Sprache ansatzweise lernen wollen.

"In der KR wollten sie den Linksverkehr einfuehren um sich gegen den Westen zu stellen. Alle waren begeistert. Als man feststellte dass in UK links gefahren wird, hielten es wieder alle fuer eine "imperialistische Idee"."
 
 
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Godfather
30-aug-05
Erstes Stimmt noch, aber zweites ist doch Unfug. Als die Roten Armeen angefangen haben den Verkehr nach ihren Vorstellungen zu leiten (bei rot wird gefahren, linksverkehr) ist es zu einem Verkehrschaos gekommen. Schon nach sehr kurzer Zeit wurde dann von der Zentralregierung verordnet, dass es wieder wie sonst sein sollte, weil es einfach ins Chaos führte und dadurch Menschen umkamen. Interpretiere mal nicht zuviel rein.

"Und wir muessen natuerlich als "reiche Auslaender" fuer alles und jeden hier grosstes verstaendnis haben."

Das ist falsch. Wir müssen nicht als reiche Ausländer verständnis haben, sondern als Gast in diesem Land. Wenn du nicht bereit bist etwas Verständnis aufzubringen, dann bist du hier nicht richtig. Und wenn du dennoch wegen anderen Gründen bleiben möchtest, dann sollten gewisse Sachen, allein schon wegen der eigenen innerlichen Ausgeglichenheit, akzeptiert werden. Ein absolutes Schwarz-malen ist nicht angebracht.

Zaijian
Godfather
 
 
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Los Campos
30-aug-05
@GF

Ich werte deinen Post einfach als die politisch korrekte Version von meinem.

Danke
 
 
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Humor³
30-aug-05
"Das ist falsch. Wir müssen nicht als reiche Ausländer verständnis haben, sondern als Gast in diesem Land. Wenn du nicht bereit bist etwas Verständnis aufzubringen, dann bist du hier nicht richtig"

Das ist nun falsch! Die meissten sind zum arbeiten hier. Wenn ich hier fuer jeden Schwachsinn Verstaendnis aufbringe dan fliege ich raus weil nichts mehr geht. Im Arbeitsleben ist ergo intoleranz wichtig.
 
 
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Saiber
30-aug-05
"Wenn ich hier fuer jeden Schwachsinn Verstaendnis aufbringe dan fliege ich raus weil nichts mehr geht. Im Arbeitsleben ist ergo intoleranz wichtig."

mmmh, mal einen einleuchtendes Argument von dir.
Immer weiter so, dann wirds noch mal was. Bei diesem Argument stimme ich dir auch voll und ganz zu.

In der Arbeit wird das gemacht was am Effektivsten ist und was sich bisher bewaehrt hat. Besonders in Positionen wo man das sagen hat ist die Verantwortung immens und Verstaendniss fuer manch Inkompetenz ist nicht angebracht. Im Business gelten andere Regeln. Aber dafuer ist man auch da, nicht wahr? Dafuer wurde man auch eingestellt.
 
 
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Humor³
30-aug-05
Auch ausserhalb der Arbeit muss man nicht fuer alles Verstaendniss aufbringen.

Spucken ist doch ein gutes Beispiel. Tat damals jeder, zu jeder Sekunde, ueberall. In Shanghai gab es sogar eingelassene Spuknaepfe im Buergersteig an jeder Ecke.

Heutzutage ist aber auch das Spucken bei den Chinesen kaum noch akzeptiert (und hat sehr stark nachgelassen).

Wer mir nun wiederspricht war nie vor 1990 in China.
 
 
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Saiber
30-aug-05
oh, jetzt kommst du aber auf Hochtouren....

Wieder meine Zustimmung. Fuer das Rotzen auf den Teller bei Tisch und das Spucken ueberall hin muss man auch kein Verstaendnis aufbringen. Besonders in Zeiten wo Krankheiten und Epidemien eine Rolle in unserem Leben spielen. Krankheiten kennen keine Landesgrenzen in einer globalisierten Welt.

Ich glaube aber kaum dass hier irgendeiner (besonders ich nicht) Verstaendnis dafuer verlangt hat. Differenzieren bitte.
 
 
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(thread closed)

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