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aw: china nationalismus   guter beitrag schlechter beitrag
mnemosyne
13-feb-04
@ YP

Nein, sie werden das nicht zulassen. Aber der Welt verändert sich ja schnell. Die Chinesen sind nicht mehr wie vor Jahrehundert , naive und kompromissbreit mit anderen Länder umzugehen und wirtschaftlich handeln.

Wenn ich sehe die junge Deutsche auf die Party gehen und Bier saufen, lernen die Chinesen im Gegensatz pausenlos in der Bibliothek oder im Lab. Wenn die deutsche von Sozialhilfe ruhig leben könnte (teilweise), versuchten die Chinesen in China irgend einer Arbeit aufzunehmen, hart zu überleben. Die Deutsche ja können von ihren Sozialwohlfahrt genießen, aber es hängt auch früher oder später mit Deficit-spending. Wir sind unterentwickelt und haben keine Unterstürzung von dem Staat, aber wir leben von unseren eigner Arbeit. Ich glaube Arbeit schafft Wert. Ein Land dessen Volks hart arbeiten, sollte belohnt werden.

Was militärische Bedrohung betrifft, wird ein Land wie USA sicherlich zwischen Kosten und Benifit abwägen. Die zunehmende ökonomische Verbundenheiten spielen ja eine schwerwiegende Rolle in dieser durchökonomisierte Zeit.
 
 
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mnemosyne
13-feb-04
@ YP
sorry, habe vorher nicht bemerkt dass ich einen Satz gelöscht. wenn ich sehe....dann bin ich optismistisch dass China eine bessere Zukunft hat.
 
 
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Hong
13-feb-04
@mnemosyne

wenn ein Deuteche in SH besucht, weiß er schon warum du recht hast.

der größte Wachstummarkt in dieser Welt ist China, der dritte größte Markt der BMW 7- ist China, China ist auch einziges Land für VW wo mehr Autos abgesetzt worden sind als in seiner Heimat D, China ist derzeit ein repränsentativer Name des Umsatzes, Profites. diese Aufschwung ist nicht einer Schaum, der jedezeit platzieren könnte.
 
 
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Yelloperilopremium member
14-feb-04
"Aber ein Wendpunkt war die Versailles Vertrag"

In der Tat war der Versailler Vertrag ein Wendepunkt in der chin. Geschichte, dessen Wirkungen wir bis heute spüren. Der Kommunismus!

Die junge Republik, von Dr. Sun Zhongshan (Dr. Sun Yatsen), nach dem Sturz der Monarchie (1911) ausgerufen, war sich sicher, daß die demokratischen Staaten China als junge aufstrebende Demokratie bei den Verhandlungen in Versaille als ebenbürtiger Verhandlungspartner behandelt würden. Leider war dies ein Trugschluß; so wurde das von den Deutschen besetzte Gebiet (Qingdao) anstatt zurück an China zu geben, ohne Chinas Konsens, an Japan weitergereicht. Das chinesische Volk war mehr als schockiert und zutiefst verletzt über diese Fremdbestimmung und Arroganz der selbstauserkorenen Demokratien und es fühlten sich von der Demokratie verraten.

Als Reaktion war nicht nur die 4. Mai Bewegung entstanden, sondern auch die Suche nach einer Alternative zur Demokratie, in den Reihen der Intellektuellen, ausgebrochen. Die junge Sowjetrepublik, die den Imperialismus den Kampf ansagte, war in den Augen vieler jungen Menschen das einzige Alternativmodell. Angesicht der sozialen Ungerechtigkeit im Allgemeinen und der Diskriminierung sowie der Fremdbestimmung der Chinesen in den Konzessionsgebiete, war der Kommunismus für die damaligen Verhältnisse die Ideallösung. Ein junges, modernes und gerechtes System sollte uns von all diesen Übeln befreien.

Interessant ist auch zu wissen, daß sowohl die Guomingdang (GMD/ KMT), die von 1949 bis 2000 auf Taiwan weiter regierte, als auch die KPCh die Sowjetunion als Vorbild nahmen. So studierte der vorletzte von der GMD gestellte "Präsident" der "Republik China auf Taiwan" (Jiang Jingguo)und Sohn von Tschiang Kaishek (Jiang Jieshi) in der Sowjetunion. ...
 
 
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Yelloperilopremium member
14-feb-04
Es war auch Jiang Jingguos Leistung, nach 40 Jahren Diktatur, auf Taiwan die Demokratie einzuführen. Zuvor jedoch hat er die für das Festland geplanten Bauprojekte, in kleinem Format auf Taiwan realisierte und erst als er sich sicher war, daß die Industrialisierung und der Lebensstandard eine bestimmte Stufe (die sog, 5000 $ Grenze) erreicht hat, hat er den Demokratisierungsprozeß erlaubt (ich denke, daß die Bürger ab einem bestimmten Punkt dies ohnehin von sich heraus verlangen würden)

Bauvorhaben wie der Sanxia (Drei-Schluchten) Damm, die Umgestaltung des Großraums Shanghais und v.a. Großprojekte wurden schon damals geplant, es ist also nichts Neues. Die KPCh führt sozusagen nur das aus, was die GMD nicht mehr realisieren konnten.

Jetzt über die Gründe für den Sieg der Kommunisten über die GMD zu schreiben, würde den Rahmen dieses Thread sprengen.

Wer mehr über die Begriffe "Nation, Nationalismus" lesen möchte, empfehle ich das Buch "Die Erfindung der Nation" von Benedict Anderson". Ein sehr gut geschriebenes Buch!

YP

PS: Es ist keine feine Art sich mit fremden Federn zu schmücken. Shenzhou V wurde, wenn man hier schon beleidigend als eine billige Kopie bezeichnen will, von den Russen kopiert. VW hat in diesem Fall mit Sicherheit keine Leistung beigetragen.
 
 
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Mencius
14-feb-04
@YP:

Die junge Sowjetrepublik, die den Imperialismus den Kampf ansagte, war in den Augen vieler jungen Menschen das einzige Alternativmodell.

Ich moechte Dir gerne widerprechen. Sicher war es in den Augen vieler ein Alternativmodell. Waehrend und unmittelbar nach 1919 war es aber keineswegs so, dass die Kommunistsiche Bewegung bereits angefangen hat sich im grossen Stil auszubreiten. Sie war nach wie von einer von vielen Randbewegungen. Es gab sogar so obskure Bewegungen wie Anarchistische Bewegungen etc.

Selbst 1927, als die KM die Kommusitische Untergrundbewegung blutig unterdrueckte, war die bewegung an sich nicht richtig gross und konnte nur in bestimmten Milies der Grossstaedte florieren. Selbst Mao, der nach 1927 aus SH fluechten musste, hat sich waehrend der Zeit etwas skeptisch gezeigt, und hat so seine Theorei entwickelt, dass der Kommunismuss nur ueber das Land kommen kann. Damit hat er sich abgsetzt von anderen Denkern, die (zumindest bis 1927) die Staedte erobern wollten (aehnlich wie in der SU) und dann das Land.

1919 war die Kommunistisceh Bewegung blutjung und nur eine Randerscheinung. Mao hat den krieg gegen die Japaner sehr geschickt nutzen koennen, um die Nation zu einigen unter dem Deckmantel des Kommunismus.
 
 
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Mencius
14-feb-04
@YP

Was sehr interessant ist, dass die Kommuinistische Partei die May Fourth Bewegung gerne zu Ihren Gunsten manipuliert und gerne als die Wiege des Chin. Kommunismus preist. Sicherlich, es war eine bewegte Zeit, und es war in der Tat so, dass damals auch der Kommunistische Gedanke erste Menschen fuer sich gewinnen konnte, allerdings waren die Ziele dieser generation so vielfaeltig, dasss sich keiner anmassen kann, die Bewegung als solche auszulegen. Es war ganz einfach eine patriotische Bewegung, jeder wollte etwas fuer China tun und Dinge bewegen, darin waren sich damals alle einig.
 
 
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Mencius
14-feb-04
@: YP

ich finde es einer der erstaunlichsten Leistungen in der Geschichte, wie Mao es geschafft hat innerhalb von en paar wenigen Jahren das Land zu einigen. Das war eine geniale Leistung. (danach dann nicht mehr so toll)

Ich weiss auch, dass Du die KP verteidigst und mit Kritik an China meistens nicht so gut umgehen kannst, aber ich denke, dass es (wie auch in anderen Laender, auch Deutschland!) so ist, dass die Geschichte von den Siegern geschrieben wird.

Ein anderes Beispiel: Der Krieg hier in China und Asien wurde massgeblich von den USA mitgewonnen, also der Atombomben, aber auch der Unterstuetzum der KMT. Dies wird auch heute sehr oft uebersehen und glaube ich auch nicht oft genug gewuerdigt. Es waren viele Amerikaner, die Ihr Leben dafuer gelassen haben, dass China von den Japanern befreit wurde. Nur weil es eben die KMT war, die von den Amis unterstuetzt wurde, und weil Beziehungen nach 1949 dramatisch abkuehlten, sollte man das nicht vergessen. Es ganz klar eine riesige Leistung von Mao, gar keine Frage, aber es gab andere Faktoren, die eine ganz entscheidene Rollte spielten, aber in den Chin. Geschichtsbuechern (denke ich mal) nicht genug berueckichtigt werden, weil es eventuell Mao's Rolle schmaelern koennte, was meiner Meinung nach allerdings auch dann nicht zutreffen wuerde.

Stimmst Du mir zu? (wahrscheinlich nicht...)
 
 
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Daniel
14-feb-04
@Mencius...
Definition von Nationalismus laut Lexikon:
?Nationalismus bezeichnet eine Ideologie, die die Merkmale der eigenen ethnischen Gemeinschaft (z.B. Sprache, Kultur, Geschichte) überhöht, als etwas Absolutes setzt und in dem übersteigerten (i.d.R. aggressiven) Verlangen nach Einheit von Volk und Raum mündet.
Also denke ich bin ich mit meiner Aussage: "Meiner Meinung geht Nationalismus in die Richtung ?meine Nation über alles" nicht daneben.
So gesehn kann man Nationalismus nicht nur als Nationenbuilding betrachten.

Was die Leistung von Mao angeht, da wird von den kommunistischen Schreiberlingen nur einseitig berichtet.
Ich nehme jetzt an Du meinst mit Deiner Aussage: ?(danach dann nicht mehr so toll)? die Kulturrevolution - Da bin ich mit Dir einig.
Aber was davor war, so sieht doch die ?Einigung? von China so aus , dass die Kommunisten damals den Kriegszermürbten Truppen der Republik of China mit Hilfe von Russlands Waffen, in den Rücken gefallen sind.

Daniel
 
 
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mencius
14-feb-04
@Hallo Daniel

hmm, interessant. Gegen die Definition kann ich natuerlich als Laie nichts einwenden...

allerdings moechte ich hizufuegen, dass ich denke, dass der Begriff Nationalimus heutzutage eine andere Bedeutung hat als vor 200 Jahren in Europa. Ein Nationlist war jemand, der sich fuer seine Nation einsetzte mit dem Ziel der Staatsbildung und Nationenbildung. Im 19 Jahrhundert gab es diese Bewegungen ohne den heute im allgemeinen negativen Beigeschmack der Superioritaet gegenueber anderen Nationen.

Die Definition ist natuerlich sehr verallgemeinert, wie Du an der Klammer hinter 'ethnischer Gemeisnchaft' siehst, sie beinhaltet so komplexe Gebiete wie Sprache, Kultur, geschichte, die sich in vielen Faellen nicht ueberlappen. Deshalb wird auch in der Wissenschaft zwischen verschiedenen Formen des Nationalismus unterschieden, wie eben Kulturnationalismus etc, habe ich schon ein meinem ersten Beitrag angesprchen.

Die KMT haben sich Nationalisten genannt, weil sie eine Nation herstellen wollten (genau wie die Kommis, die im Grunde genommen auch Nationalisten waren...) und eben nationbuilding betrieben. Das hat meiner Meinung nach nichts mit aggressivem Denken zu tun und ich frage mich, ob die Definition so richtig ist.

Im Sozialismus gibt es natuerlich keine Nationen (der Theorie nach) weshalb der begriff Nation und Staat nicht gerne gebraucht wurde und so eine Art Weltstaat oder Weltnation angestrebt wurde.

Gut, ich denke, dass wir da beide irgendwo Recht haben. Die von Dir genannte Definition ist sicherlich richtig, jedoch denke ich, dass es nur eine von vielen Definitionen ist und kulturgeschichtlich auch anders zu bewerten ist.

Wenn die Definition so steht, waere ja Nationalismuss eine Sache von gestern, denn das agressive und Absolute im Denken heutiger Menschen ist doch fast ausgestorben oder? Nach dieser Definition gaebe es in China mit Sicherheit keinen Nationalismus.
 
 
aw: china nationalismus   guter beitrag schlechter beitrag
mencius
14-feb-04
@ Daniel:

"Aber was davor war, so sieht doch die ?Einigung? von China so aus , dass die Kommunisten damals den Kriegszermürbten Truppen der Republik of China mit Hilfe von Russlands Waffen, in den Rücken gefallen sind."

Vergiss bitte nicht, Russland und Amerika und das offizielle China (KMT)standen ja auf der gleichen Seite! Fuer de Russen war das Dilemma damit eindeutig: a) die Unterstuetzung von Mao der ja die Kommunitsiche Bewgung anfuehrte und damit die Unterstuetzung aus Russland erwartete oder b) die Unterstuetzund der KMT, die zusammen mit Amerika den von Russlan verhassten Jap. Imperialismus bekaempfte.

Mao fuehlte sich von den Russen und Stalin nie ernst genug genommen. Er erwartete mehr Unterstuetzung, die nie in dem Ausmass kam. Es war Mao, der eine Einheitsfrom mit der KMT wollte un gemeinsam gegen Japan kaempfen wollte und es war Chiang Kaishek der sich geweigert hat bin es nicht mehr ging. Das mit den Waffen aus Russland stimmt zwar, aber dehalb wurde der Krieg bestimmt nicht gewonnen, sonder Mao clevere Taktik des Guerillakrieges sowie die Uberzeugung der Landbevoelkerung ducr lanagbagen etc spaeter einmal besser gestellt zu werden. Militaerisch hat allerdings ganz eindeutig die US Anstrengung ganz enorm dazu beigetrageb, dass die Japaner geschlagen wurde.
 
 
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mnemosyne
14-feb-04
@ Daniel

Definition von Nationalismus laut Lexikon:
?Nationalismus bezeichnet eine Ideologie, die die Merkmale der eigenen ethnischen Gemeinschaft (z.B. Sprache, Kultur, Geschichte) überhöht, als etwas Absolutes setzt und in dem übersteigerten (i.d.R. aggressiven) Verlangen nach Einheit von Volk und Raum mündet.

Ich finde Du hast einen sehr interessanten Punkt in die Diskussion eingebracht.

Die oben stehende Definition ist ein Ergebnis vor allem von westlichen empirischen Geschichte und Sozialforschungen. Wenn ich auf eine andere Kultur eingehe, dann würde ich kritisch( im Sinne mit Abstand) wegen unterschiedlichen Basis auf diesen Begriffe zurückgreifen.


?Nationalismus bezeichnet eine Ideologie, die die Merkmale der eigenen ethnischen Gemeinschaft (z.B. Sprache, Kultur, Geschichte) überhöht, soweit ist es geeignet zur Mentalität der Chinesen. Aber ?als etwas Absolutes setzt und in dem übersteigerten (i.d.R. aggressiven) Verlangen nach Einheit von Volk und Raum mündet ? müssen wir etwas differenzieren.

Die chinesische Ideologie ist stark von einem Konzept , ? Begrenzung? ausgeprägt. Entweder bei Konfuzianismus oder bei Laozi beherrschen die Chinesen ein Maßstab um zur Ausgewogenheiten zu kommen. Ein Ideologie an etwas Absolutes zu glauben ist für die Chinesen fremd, und demnach ?(i.d.R. aggressiven) Verlangen nach Einheit von Volk und Raum mündet ? -- aktive von sich aus einen Kriege zu frühen ist kaum ins Gedanken zu kommen. Genau deswegen bauten die Chinesen mühsam ein Great Wall sich passive von draußen abzugrenzen und leider haben sie damit auch die Veränderung und Entwicklung von der Außenwelt vor Augen verloren.

Was in China jetzt passiert ist, ist nur ein Anpassungsprozess. Man kann schnell lernen wie die alte Hacke von Maschine ersetzt wird, aber wie von sich heraus eine neue Haltung & Ideologie zu bilden sehr mühsam. Und ich frage mich auch ob es notwendig ist, ein sehr aggressive Mentalität zu haben. Es kann sicherlich bei Nat
 
 
aw: china nationalismus   guter beitrag schlechter beitrag
mnemosyne
14-feb-04
--Es kann sicherlich bei Naturbeherrschen die Chinesin weiter beibringen, aber die Nebenwirkung ist auch groß.

P.S. Laozi hat einmal gesagt : Sie können das Bellen von Ihrem Nachbars Hund hören, sie können das Krähen von seinem Hahn auch, aber besuchen ihn nicht, so lebt Ihr weiter bis zum Tot. Diese einfache und zugeschlossene Lebensstil war in seiner Zeit ursprünglich um die Konflikte zwischen einander zu vermeiden.
 
 
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Daniel
14-feb-04
@mencius... klar solche Definitionen darf man nicht eng sehen. Aber im deutschen Sprachraum wird er durch die Geschichte (vor 50 Jahren) eher als aggressiv angesehen. Aber eben das ?agressiv? steht in Klammern bei dieser Definition, was heisst, dass er nicht als absolut angesehen werden muss.

Was den Nationalismus bei der Rebublik of China Gründung angeht, war der, so viel ich weiss nicht aggressiv, sondern darauf zurückzuführen, dass China sich eigenständig machen wollte. Was ich sehr verstehe.
Jedoch was ich heute auf dem Festland beobachte herrscht doch, ein aggressiver Nationalismus. Zum einem stösst das Regime in Peking doch regelmässig Kriegsdrohungen gegen Taiwan aus, weil Peking vor einer Zersplitterung der Nation China hat, gehen gewalttätig gegen jegliche Abspaltungsversuche im Westen des Landes vor, Tibet... usw. Als Weisser hört man doch auf der Strasse xxx (Ich sage nicht im Westen ist es besser), es ist doch ein regelrechter Hass auf Japan (ich weiss was sie gemacht haben), wenn man die chinesische Regierung kritisiert, dann wir man als Chinahasser bezeichnet usw. (ich tue hier diese Punkte nicht bewerten, da sie nicht Gegenstand dieser Diskussion in diesem Tread sind, sondern sind lediglich Tatsachen)
Ich glaube dieser Nationalismus den ich eben aufzeigte, wird gezielt vom Regime geschürt um die leere vom kommunistischen Gedankengut, welcher er hinterlassen hat, aufzufüllen. Wie schon einmal gesagt, ist das eine gute und wirksame Methode von den eigenen inneren Problemen abzulenken: Arbeitslosigkeit, Armut und medizinische Unterversorgung (auf dem Land), den Einschränkungen der Meinungsfreiheit, schlechte Arbeitsbedingungen und so weiter...

Was den Krieg angeht, so haben doch die Kommunisten nie wirklich am Kampf gegen die Japaner teilgenommen. Sie warteten einfach in den Bergen ab und hintergingen dann die Republiktruppen, was im Bürgerkrieg gegen die durch den Krieg gegen die Japaner geschwächten Regierungstruppen endete.

(weiter unten)
 
 
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Daniel
14-feb-04
(weiter @mencius)?Im Sozialismus gibt es natuerlich keine Nationen (der Theorie nach) weshalb der begriff Nation und Staat nicht gerne gebraucht wurde und so eine Art Weltstaat oder Weltnation angestrebt wurde.?
Das ist eine sehr interessante Aussage, die ich eigentlich schon kannte, aber nie wirklich mit dem Hintergrund vom NAtionalismus in China hinterfragte. Wie steht diese Aussage mit der Politik der jetzigen kommunistischen Regierung? Ich frage mich da, weil doch sehr die Nation China hochgeschworen wird. Weißt Du mehr darüber????


@mnemosyne... Verstehe was Du meinst, aber Deutsch ist die Sprache die wir hier in diesem Forum sprechen und so ist auch der Begriff im Deutschen definiert. Aber klar darf man den Begriff auch nicht so eng sehen und ist wohl vielfältiger und reicht sicherlich vom einfachen Nationenbuiling, welcher man so wie ich versteh ihn nicht mehr im deutschen Sprachraum braucht, bis zum Nationalsozialismus, der gar nicht sozial war wie wir alle wissen.
Vielleicht meinst Du wohl eher den Begriff Patriotismus.
Ich fand das sehr gut, dass Du das zur Sprache gebracht hast. Zum einem verstehe ich jetzt mehr wie Chinesen zu diesem Begriff stehen und wie er im Chinesischem anzuwenden ist. Zum Anderen trägt das zur Völkerverständigung bei.

Ich schätze sehr die Zurückhaltendheit der chinesischen Mentalität (bin hier in Taiwan mit einer Chinesin verheiratet). Die Nebenwirkungen der Introvertiertheit, wie Du sagst, resultiert jedoch sehr oft in den Neid, der speziell in China doch sehr stark verbreitet ist. Was meiner Meinung zu den doch immer wieder stattfinden inneren Konflikten führt.


@all... Dieser Tread gefällt mir mal sehr. Die anfänglichen Befürchtungen blieben aus und es wird trotz unterschiedlichen Meinungen sehr anständig diskutiert, was doch einen sehr interessanten Infoaustausch gibt. Ist schon fast eine Seltenheit hier. Ich hoffe es geht weiter so.

Wünsche eine gute Nacht, stehe morgens früh auf
Daniel
 
 
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lao shipremium member
15-feb-04
das oben genannte zum thema und die zusammengetragenen informationen aus unterschiedlicher sicht koennte man gut und gerne als anregungen fuer eine wissenschaftliche arbeit nehmen. gut finde ich auch, dass man bei den postings die emotionen weitgehend raushaelt. vielleicht wuerde eine so sachliche nationalismus-debatte auch den deutschen weiterhelfen in ihrer fast schon weitverbreiteten scheu, sich zu ihrem land bekennen zu duerfen, auch oeffentlich.

lao shi
 
 
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Yelloperilopremium member
16-feb-04
@ Mencius

"Waehrend und unmittelbar nach 1919 war es aber keineswegs so, dass die Kommunistsiche Bewegung bereits angefangen hat sich im grossen Stil auszubreiten."

Es ist in der Tat nicht falsch, was Du gesagt hast. Mir ging es darum, zu ergründen wie der Kommunismus überhaupt zu einer Alternative für China wurde. Vor der 4. Mai Bewegung wäre dies undenkbar gewesen. Die kommunistische Bewegung war, wie Du richtig erwähntest, lange Zeit eine Randbewegung gewesen, die vor allem von jungen Intellektuellen unterstützt wurde.

Nach Karl Marx? Theorie war China noch lange nicht reif für den Kommunismus, da die Basis im Sinne von Industriearbeitern sehr klein war. Erst als Mao die Bauern für seine Sache entdeckte und sie für sich gewinnen konnte, war der Sieg des Kommunismus in China möglich. Mao war in der Tat ein unglaublicher Taktiker und Stratege. Er war ein sehr belesener Mann und war ein Kenner des Daoismus (mit Sicherheit kein praktizierender, eher Ausnutzer) und des Strategen Sunzi. Für seine Tat, China von den Ausländern zu befreien, können wir Chinesen ihn nicht genug bedanken. Aber seine Fehlern in den späteren Jahren sollen wir auch nicht vergessen ( man könnte hier eine neue Diskussion eröffnen).

"Ich weiss auch, dass Du die KP verteidigst und mit Kritik an China meistens nicht so gut umgehen kannst,"

Da hast Du mich aber sehr falsch eingeschätzt. Ich bin nur pragmatisch. Momentan ist keiner außer der KP im Stande China zu regieren, für Ordnung zu sorgen und Hoffnung zu geben. Diese Partei und diese Ideologie hat meine Familie mehr als einmal geschadet, ich habe viel Grund diese Partei dafür zu hassen. Aber was bringt mir das? Was bringt meinem Volk das? Diese Partei, dieses System hat viele Fehler, das ist nicht abzuweisen. Ich würde lieber heute als morgen ein gerechteres System in China sehen. Nur wie? Also kehre ich doch lieber zu einem (pragmatischen) Daoismus zurück und arbeite auf dem sanften Weg für ein besseres China.
 
 
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Yelloperilopremium member
16-feb-04
Von unserm Daniel

"Die Nebenwirkungen der Introvertiertheit, wie Du sagst, resultiert jedoch sehr oft in den Neid, der speziell in China doch sehr stark verbreitet ist."

Selten so gelacht. Die chinesische Kultur gehört wohl zu der neidlosesten dieser Erde. Ich habe letztes Jahr mit so vielen (wirklich) armen Menschen in China gesprochen. Man könnte meinen, daß sie alle neidisch auf die Reichen seien. Ganz falsch! Sie arbeiten hart und fleißig, um der nächsten Generation ein besseres Leben zu ermöglichen. Ich habe nie ein Jammern oder eine Schuldzuweisung gehört. Dies bedeutet nicht, daß sie sich nicht ärgern würden, wenn sie offensichtliche Unrecht erfahren.

Und überhaupt finde ich es doch sehr amüsant, daß unser Daniel es für nötig hält, im Thread zu verkünden, daß man sich hier nett unterhält. Ist er schon so verzweifelt? Hält er die Leser für zu doof, um dies selbst zu realisieren?

Unser Laosi, der Initiator dieses Threads, hat sich ja bis auf die anfängliche Frage und einen leisen Aufruf, daß die Deutschen sich endlich zu ihrem Land bekennen sollen (jawohl!), nicht viel zu dem Gespräch beigetragen. No offence, intellectually challenged?

YP
 
 
aw: china nationalismus   guter beitrag schlechter beitrag
Loban
16-feb-04
YP

Nationalismus,ist immer ein heisses Eisen und wen man diesen nicht unter
Kontrolle haelt kann dieser sehr negative Tendenzen mit sich ziehen.
Wir leben in einer sich globaliesierente Welt,wo meines erachtens nationalistische Tendenzen eine untergeordnete Rolle spielen!


Loban
 
 
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xiaojo
16-feb-04
@YP erstmal finde ich den ersten Beitrag von dir sehr gut. Selbstkritisch auf andere Beitraege einzugehen wirkt ueberzeugender und damit verwirklichst du deine edlen Ziele wesentlich besser als mit totaler Konfrontation.
Auch ich bin der Meinung das momentan die KP das kleinere Uebel fuer China ist. Momentan gibt es noch keine Regierungsform, die die Macht besser verteilen koennte und die Menschen partizipieren lassen koennte. Ich hoffe aber das mit steigender Bildung sich das langfristig veraendert. Andererseits ist die Frage in wie weit sich Chinas Kultur gegenueber Demokratie verhaelt. Ein Chaos in China waere ja das schlimmste was ueberhaupt passieren koennte.

"Und überhaupt finde ich es doch sehr amüsant, daß unser Daniel es für nötig hält, im Thread zu verkünden, daß man sich hier nett unterhält. Ist er schon so verzweifelt? Hält er die Leser für zu doof, um dies selbst zu realisieren?"

Dein zweiter Beitrag ist aber sehr schlecht. Du magst ja anderer Meinung sein, aber du hast es doch nicht noetig solche Aeusserungen von dir zu geben! Das macht die Sache, die du vertrittst schwierig zu vermitteln. Auch wir Deutsche haben unseren Code of conduct. Versuch deine Komunikationsstrategie zu veraendern und Menschen anders zu ueberzeugen als durch Druck und verbale Entgleisungen.

@Laoshi die Debatte mit dem Deutschen Nationalstolz ist sicherlich ein heisses Eisen. Ich bin eigentlich dafuer das jeglicher Nationalstolz falsch ist, weil es nur zur gedanklichen Abgrenzung von anderen Kulturen fuehrt. Wenn ich stolz auf das bin wo ich herkomme fuehrt das automatisch zu einer Wertung.
Ich persoenlich kann nicht stolz sein ein Deutscher zu sein, weil es nicht meine Wahl war. Ich koennte genauso gut ein Chinese sein. Na und? Ich bin nur stolz auf die Sachen, die ich mit bewirken konnte und auf die ich Einfluss habe. Niemand hat mich gefragt, ob ich Chinese, Japaner oder sonst wer sein will. Deshalb kann ich auch nicht stolz auf mein Land sein.
 
 
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