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Problemalter 30 ?   guter beitrag schlechter beitrag
Kosmopolitin
29-aug-06
Es gibt einen Spruch: "Bis 30 sucht die Frau den Mann aus, ab 30 sucht der Mann die Frau aus."

Nun, der drückt die Problematik zwar etwas zugespitzt aus, aber dennoch ist etwas Wahres dran. Aus meiner Umgebung kenne ich viele Fälle, wo die Eltern den Kindern bezüglich der Eheschließung Druck machen, sobald die Sprößlinge das 26 Lebensjahr erreicht haben. Sogar meine eigene Mutter hatte einmal zum Ausdruck gebracht, dass eine Frau erheblich am "Marktwert" verliere, sobald die gefürchtete 30er-Grenze überschritten ist. Bei Männern ist dieses Problem zwar nicht so akut, aber ich kann es mir gut vorstellen, dass auch sie von den Eltern dazu bedrängt werden, schleunigst eine passende Partnerin fürs Leben zu finden. Durch diesen familiären Druck bekommen es die betroffenen Singles immer mehr mit Torschlusspanik zu tun und wählen zum Schluss dann einfach irgendeine/n.

Ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis: Der Mann (Chinese) hatte nach dem Abitur Chemie studiert, anschließend promoviert. Da er immer ein Workoholik gewesen war, ist sein Liebesleben etwas auf die Strecke geblieben. Also mit 29 einen Doktortitel in der Hand, aber keine Frau weit und breit. (Dabei sieht er nicht mal schlecht aus.) Was tun? Fliegt nach China, wedelt mit seinem Pass und dem Dr.-Titel, lernt eine Frau kennen und heiratet sie nach bereits drei Monaten. Bis jetzt alles schön und gut, jedoch lief es in der Beziehung doch nicht so glatt wie man es sich erhofft hatte, und sie ließen sich nach ca. zwei Jahren Ehe scheiden. Nun ist er 32, alleinerziehender Vater von einer einjährigen Tochter.
Das zeigt doch wieder mal, dass die oft gutgemeinten Besorgnisse der Eltern in dieser Hinsicht die Sache doch noch schlimmer macht.
 
 
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Kosmopolitin
29-aug-06
Die ganze Sache hatte sich mehr oder weniger ausschließlich auf deutschem Boden abgespielt, womit ich sagen will, dass hier jener Druck bei weitem nicht so intensiv ist wie in China. In China hat sich durch die Öffnung ein Mentalitäts- und Bewusstseinswandel bei der jüngeren Generation vollzogen. Nun trifft ein neu erworbenes Streben nach Freiheit und Individualität der jüngeren Generation auf einen alt verankerten Wunsch auf Familie und Zugehörigkeit der älteren Generation. Das ist ein nicht zu unterschätzendes Problem. Ich bin der Überzeugung, dass es sich in ferner Zukunft nicht so schnell ändern wird.

Wie seht ihr die Sache?

PS. Ausnahmen bestätigen die Regel.
 
 
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Saiber
29-aug-06
Es ist nicht einmal der Familiaere oder Gesellschaftlicher Druck der zur Torschlusspanik bei Frauen nahe der 30 oder auch 40 fuehrt.
Tatsache ist doch das Frauen mit zunehmenden Alter wirklich an "Wert" verlieren. Wie definieren wir diesen Wert? Jugendliche Attraktivitaet, Vitalitaet, Unschuld etc. aber ganz wichtig, Faehigkeit einer problemlosen Schwangerschaft. Es heisst ja, dass Frauen ueber 35 nicht selten Risikoschwangerschaften durchmachen. Dazu kommt, dass Frauen in den 30er immer weniger die freie Wahl des Partners haben oder zumindest wird der Pool wo gefischt wird von Tag zu Tag kleiner. Das liegt aber mehr am Geschmack des Mannes als an der Faehigkeit der Frau sich anzubieten. Blame it on the man.
Maenner hingegen sind wie Wein. Je aelter desto besser bis der Bierbauch oder die Falten zum Vorschein kommen.
Wenn Frauen Druck verspueren verstehe ich das. Sei es von sich aus oder den Eltern. Nur bei Maennern ist das schon etwas verwunderlich wie in deinem Fall beschrieben. Es sei denn die Eltern des Mannes haben ein recht hohes Alter erreicht und noch keine Enkelkinder.

Aber es stimmt. Zumindest in den grossen Staedten Chinas heiraten immer weniger Paare jung. Sie sind jahrelang in Beziehungen, leben zusammen aber geheiratet wird, wenn ueberhaupt, erst wenn genug Geld zu Verfuegung steht oder man relativ ein sicheres Einkommen sprich sicheren Job hat. Dazu traegt noch das Berufsleben und Karrieremoeglichkeiten der Frau bei. Die Frau ist nicht mehr auf einen Mann angewiesen um ihr in finanzieller Hinsicht zu meistern. Es sei denn sie verspuert doch den Drang Kinder zu bekommen, was durchaus der Natur anhand von Hormonausstoessen zuzuschreiben ist. Dafuer braucht man einen Mann (denn speziell in China ist man/Frau noch nicht soweit mit Spermaspendern usw.) und je frueher Frau das hinter sich bringt, desto besser. Auch hinsichtlich ihrer beruflichen Karriere, die natuerlich nach Kind weitergesponnen werden soll.
 
 
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HumphreY
29-aug-06
Also ich oute mich hiermit mal:

Ich bin auch 29 und single. Aber ich habe bestimmt nicht vor, nach China zu reisen und mit meinem Pass zu wedeln. Ich finde das höchst niveaulos und nicht zu sagen riskant. Aber es wurde ja schon geschildert, was letztenendes rausgekommen ist.

Es ist übrigens so, dass zwar in Deutschland der Druck nicht so stark ist wie in China, dafür aber ein Chinese als Single in Deutschland nicht unbedingt leichter hat, die Traumfrau fürs Leben zu begegnen. Eher ist wohl so, dass man unter den üblichen Vorurteilen leidet. Der erste Eindruck zählt nun mal. Und viele Begegungen finden gar nicht erst statt, wenn man nicht wie der Norm aussieht.

Aber ich finde das wiederum spannend. In China kann ich mehr oder weniger jede Frau kriegen (ohne mich jetzt allzu weit aus dem Fenster zu lehnen). Hier in Deutschland muss ich mich echt anstrengen. Das macht auch den Reiz aus finde ich :)

Aber Singleleben auf dauer ist scheisse. Da muss man nicht der Illusionen hingeben. Man hat zwar viel Freiheit und kann sich vieles leisten, aber letztendlich zahlt man dafür einen hohen Preis. Aber vielleicht bin ich einfach auch nur von Herzen eigentlich ein Familienmensch :)

Sorry für's Off-topic werden.

Ach ja zurück zum Thema. Frauen über 30. Ja, ich habe kein Problem damit. War mal in meine Japanischlehrerin verknallt und die ist 32. Who cares. Sie selbst nimmt das auch eher locker. Und das ist wohl das wichtigste. Von Zahlen sollte man sich echt nicht verrückt machen. Mit einem "Ich bin noch unter 30"-Schild auf dem Stirn kriegste auch keinen ab.
 
 
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leben
29-aug-06
naha Humpfrey, es gibt ja in D chines. Communities, wo man entweder die chin. Frau fuers Leben finden kann oder "nur" ein Abentuer...
 
 
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Kerstin Kaehler
29-aug-06
Saiber,

Das mit den Spermabanken in China stimmt so nicht mehr. Ich meine, in Liaoning - oder war's Jilin? eine der Dongbei-Provinzen - wurde letztes Jahr doch eine Vorschrift erlassen, dass Frauen ein Recht auf Kinder haben, auch wenn sie alleinstehend sind und da wurde dann auch eine Samenbank aufgemacht. Die ganz genauen Details habe ich vergessen (muss daran liegen, dass auch ich die 30 ueberschritten habe, und dann noch meine Haarfarbe, herrje! ;o)) aber die Quelle war damals die Shanghai Daily. Wobei es sicherlich nicht 'alltaeglich' ist, dass Frauen sich dort dann auch zur Samenbank begeben, aber die Moeglichkeit besteht zumindest.

@all: Wir alle sind ja in unserem sozialen Umfeld eingebunden, werden beeinflusst und wenn dann zum aeusseren Einfluss (Eltern, die wollen dass man endlich heiratet) auch noch eigener Wunsch kommt ("bald bin ich 30, dann kriege ich keine/n mehr ab!"), braucht es schon eine gehoerige Portion Selbstbewusstsein und Gelassenheit, um durch die eigenen Motive sowie die der anderen zu schauen und sich gegen den Strom zu stellen. Selbst im 'individualistischen Westen'. Wieviel mehr dann erst in China, wo einfach die Beziehung zur Gruppe - Familie, Freunde, Kollegen - und die Stellung in derselben das eigene Ich stark definiert.

Aendert sich das? Vielleicht. Ich habe oftmals den Eindruck, das von Kosmopolitin beschriebene Streben nach Freiheit und Individualitaet der juengeren Generation bewegt sich immer im Rahmen der familiaeren und gesellschaftlichen Grenzen. Und die Ausnahmen davon bestaetigen in der Tat die Regel. Evtl sucht man ja in dieser sich stetig und permanent aendernden Umgebung hier wieder 'festen Grund' und meint, ihn im Befolgen der Wuensche seiner Eltern zu finden?
 
 
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SinaSina
29-aug-06
Die Ehe (Familie, Beziehung) ist ein Archetypus und als solcher, neudeutsch gesagt, immer schon ein Trade-off gewesen und wird es immer sein.
Assets der Frau: Jugend und/oder Schönheit, Sex, Fortpflanzung
Assets des Manns: Macht, Status und/oder/gleich Geld

Deswegen ist es ganz klar, dass die Frau mit zunehmendem Alter an "Marktwert" verliert, während der Mann durch das Alter an Attraktivität eher gewinnt, weil damit in der Regel höherer Status, Macht und mehr Geld einhergehen.

An diesem archaischen Attraktivitäts-Prinzip ändert sich auch nichts bloß dadurch, dass die Frauen ökonomisch selbständig sind und sich selbst ernähren können. Höchstens dass der Verlust der Attraktivität der Frau durch ihr Geld ein bißchen wettgemacht wird; viele Männer wissen das nämlich auf der anderen Seite auch zu schätzen.

Nach diesem Modell funktionieren mind. 90 % aller Partner- und Liebschaften, nicht nur hier in Shanghai, und die restlichen funktionieren eigentlich auch danach, und sei es als bewusste Gegenentscheidung und Auflehnung: "Gegen den Strom stellen" geht eben nur und ist nur interessant, wenn es diesen Strom gibt.
 
 
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Saiber
29-aug-06
@Kerstin

Auch ich habe von diversen Spermabanken gehoert, nur bezweifle ich mal dass es da "regen Verkehr" gibt. Wollte dies eigentlich zum Ausdruck bringen.
Schon im Westen war/ist die Antwort auf die Frage "Och, suess, wie gehts denn dem Vater oder wer ist der Vater..." schon etwas peinlich. "Aeh, mmh, keine Ahnung. Kenne nur seine Seriennummer". In China?
Muss aber nicht heissen, dass das voellig Tabu ist hier oder spaeter noch sein wird. Aussnahmen bestaetigen immer die Regel und wer weiss wie man/Frau es spaeter sieht.

Mal zu einpaar Fakten.
Fakt ist, dass China in einpaar Jahren einen Ueberschuss an Maenner hat und Frauen rare Objekte der Begierde. Der Kampf der Maenner in China um die heiratsfaehigen Frauen wird narrischer und drastischer werden.
Es werben nicht wenige oeffentlich in Zeitungen mit einen fetten Bankkonto und mindestens eine Eigentumswohnung.
Deswegen finde ich, dass Frauen in China, zumindest in der Zukunft, weniger Problem haben werden.
Wenn dann schon die Maenner und wer genug Geld hat, kann sich nur eine aus den Ausland holen wie Vietnam, wie es heute schon geschieht.

Deshalb muessen erstgraduierte Maenner erstmal einpaar Jahre arbeiten um an einen attraktiven Status der "Macht und mehr Geld" gelangen um auch mitbieten zu koennen. (Humphrey, darum mache dir mal keine Sorgen). Im Westen waere das vielleicht etwas anders aber so anders auch wiederum nicht. Es lebt sich leichter, egal wo, wenn man finanziell relativ sorgenfrei seine Zukunft gestalten kann. Gilt fuer beide Geschlechter.
 
 
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SinaSina
29-aug-06
Frauenhandel mit Vietnam - auch ein nettes Thema. Letztes Jahr habe ich mich mit Geschäfts"freunden" tierisch in die Wolle gekriegt, wir waren unterwegs und irgendwie denken sie ja manchmal, ich versteh sie nicht, wenn sie so vor sich hinschwätzen, obwohl sie's ja eigentlich besser wissen müssten. Nun, sie unterhielten sich lustig über die Preise, die die Bauern in Yunnan für eine Frau aus Vietnam bezahlen, viel war's ja nicht, okay - alles relativ, also ein paar hundert RMB, Chinesisch muss sie ja nicht können, zum Reden wird sie ja nicht gebraucht...
Ich kochte innerlich, wusste aber nicht, ob/wie ich so auf die Schnelle reagieren sollte, irgendwann grinsen sie mich an und meinen, gell du hast grad nicht kapiert, worum's geht, sind sich völlig einig in ihrer Kumpelei, die kein Wässerchen trüben kann...
Ich bin echt geduldig hier, aber da bin ich wirklich geplatzt, sie haben dann den ganzen Abend und den nächsten Tag gebraucht, mich wieder "normal" zu stimmen, und das will was heißen bei mir.

Das sind einfach die allerkrassesten Auswüchse des Partnersuchprinzips - wobei ich dabei bleibe, dass das zu allen Zeiten und an allen Orten immer so war und ist, das hat nichts mit China/Europa oder Mittelalter/Neuzeit zu tun. Und auch die drohende Frauenknappheit in China ändert daran nichts, lediglich "der zu zahlende Preis" wird dadurch in die Höhe getrieben.
 
 
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Saiber
29-aug-06
@Sinasina

Ich kenne zu genuegend solche Geschichten und insbesondere hier wo ich lebe sind wir nicht weit weg von dem.
Ich weiss nicht was deine Kollegen so geplaudert haben aber es hoerte sich so an als ob sie sich ueber Sklaverei unterhalten haben. Ist moeglich nur habe ich noch keine solchen Geschichten in der Art gehoert.
Z.B. war es bei uns in Hainan in einem Dorf der Fall als ein Dorfaeltester nach Vietnam gereist war und 15 Frauen in sein Dorf vermittelt hatte, weil dort 15 Maenner jahrelang ledig und keine Frauen finden konnten, die auch bereit war auf dem Land zu arbeiten. Diese Frauen wurden verheiratet. Wo jetzt der Dorfaelteste die Frauen vermittelt bekam ist mir nicht bekannt, es hiess aber dass die Frauen Geld nach Hause schickten und auch mit der Familie in Vietnam Kontakt hielten. War also mehr Heiratsvermittlung als Frauenhandel meiner Meinung nach. Fuer Frauen als Sklaven oder anderes Abscheuliches muss man nicht erst nach Vietnam schauen.
War jetzt zwar jetzt mehr Off-Topic aber gehoert auch irgendwie zum Thema
 
 
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SinaSina
29-aug-06
@Saiber - ja, off-topic, die Threads ufern halt immer aus. Es gibt die gleichen Geschichten aus Osteuropa und sonstwoher. Aber die Flussrichtung ist eben immer die gleiche - von (relativ) weniger zu (relativ) mehr Geld. Es gibt weder Heiratsvermittlung noch Frauen- noch Sklavenhandel von viel Geld (hier: China) zu wenig Geld (hier: Vietnam), noch Männerhandel irgendwo auf der Welt.
Ist strukturell, nenn's Ausbeutung, (Post-)Kolonialismus, egal.
 
 
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Saiber
29-aug-06
"Ist strukturell, nenn's Ausbeutung, (Post-)Kolonialismus, egal."

Irgendwie hast du schon Recht. Wo werden aber die Linien gezogen zwischen annehmbar Vertretbaren und abscheulicher Ausbeutung und Ausnutzung der privaten Umstaende?

Fallbeispiele:
1.
Ein relativ Wohlhabender aus der Stadt geht aufs Land und becirct eine von den jungen Dorfjungen angebetete Schoenheit. Dabei beschenkt er noch grosszuegig die Eltern und Verwandten. Die Dorfjungen kommen gegen ihn nicht an und ziehen den Kuerzeren. Von weniger zu mehr Geld.
Solch Vorgang ist so alt wie die Geschichte Chinas und Heiratsvermittler seit jeh verdienen ihren Lebensunterhalt damit.

2.
Ein noch Wohlhabender aus einem wohlhabenden Land geht in ein weniger wohlhabenden Land und becirct dort die von den lokalen Maennern angebeteten Schoenheiten. Die Locals kommen natuerlich nicht dagegen an und ziehen den Kuerzeren. Von weniger zu mehr Geld. Auch hier gibt es internationale Heiratsvermittler, die ihr Lebensunterhalt damit verdienen.

3.
Ich will nicht praeziser werden, denn ansonsten werde ich noch mehr und mehr zur Person Non-Grata in diesem Forum. Deshalb belassen wir es bei diesen zweien Fallbeispiele.

(Post-)Kolonialismus, mmmh....
 
 
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Kollegin
29-aug-06
Ich finde es hier schon viel krasser als in Deutschland. Meine Kolleginnen sind jetzt 24 und werden langsam nervoes, denn sie muessen bis 26 geheiratet haben. Das erwarten ihre Eltern so. Die Auswahl wird allein nach dem Geldprinzip getroffen, Sympathie spielt kaum eine Rolle. Das ist wir eine Geschaeftsanbahnung. Und sie verstehen meine Anmerkungen von wegen gegenseitiger Achtung und Zuneigung etc. ueberhaupt nicht. Erst einmal heiraten. "Nach der Scheidung kann ich dann machen was ich will." war ein Kommentar.
So einen Druck habe ich in Deutschland noch nie erlebt.
 
 
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Saiber
29-aug-06
"Die Auswahl wird allein nach dem Geldprinzip getroffen, Sympathie spielt kaum eine Rolle. Das ist wir eine Geschaeftsanbahnung. Und sie verstehen meine Anmerkungen von wegen gegenseitiger Achtung und Zuneigung etc. ueberhaupt nicht."

Nicht unbedingt Unverstaendniss aber pragmatisch. Geld und Wohlstand spielt in der heutigen Gesellschaft nun mal eine sehr wichtige Rolle. Dieses finanzielle Kriterium ist auschlaggebend fuer die Zukunft der ganzen Familie (Eltern, vielleicht Geschwister und spaetere eigene Kinder) neben der eigenen.

Ein Bekannter von mir und Freund meines Vaters ist nicht gerade gut zu sprechen auf seinen Schwiegersohn. Er ist bis jetzt stets der Meinung, dass seine Tochter den falschen geheiratet hat, was wie es sich herausstellte gar nicht so abwegig war. Er war sehr liberal eingestellt seiner Tochter gegenueber und war sehr enttaeuscht darueber, dass seine Tochter sich in einen verliebte und ihn spaeter sogar heiratete, der fuer ihn ein Nichtsnutz war. Ok, es war seine Meinung.
Heute nach 5 Jahren Ehe rackert sich die Tochter von frueh bis spaet in der Arbeit ab, das Kind ist bei den Grosseltern und er der offentsichtlich nicht in der Lage ist eine geregelte Arbeit zu finden vertreibt seine Zeit beim Teetrinken in den Teehaeussern. Der Bekannte ist jedes mal wuetend wenn uebersein Schwiegersohn geredet wird und meint wenn seine Tochterdamals auf ihn gehoert haette, haette sie es nicht so schwer heute und er muesste nicht Geld von seiner Rente sparen damit sparen sein Enkelkind spaeter eine Ausbildung bekommt.

Liebe und Zuneigung ist wichtig aber das andere auch und solange China kein vergleichliches Sozialsystem und Sozialfuersorge hat wie des in Deutschland, dann ist alles andere ausser die finanzielle Absicherung zweitrangig. Bei der Partnerschaftswahl wird auch an die Familie gedacht.
 
 
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SinaSina
29-aug-06
@ Saiber: Bevor ich mich gleich als oberzynische, ewiggestrige Emanze oute, halt ich lieber die Klappe.... UPPS ;-)
@ Kollegin: Was ist krass - dass geheiratet werden muss, oder dass außer Geld nichts zählt?
"Vernunftehen" sind so alt wie die Menschheit, älter als Liebesehen auf jeden Fall, insofern kann/muss man das vielleicht akzeptieren, hat sich ja in gewisser Weise über die Jahrtausende auch bewährt. Aber was völlig inakzeptabel ist, das ist, wenn der Vernunfthintergrund ein Argument gegen wechselseitige Achtung sein soll. Eigentlich sollte das Gegenteil der Fall sein, Liebe kann man nicht erzwingen, aber zumindest Achtung/Respekt sollte GERADE DANN selbstverständlich sein!
Aber das geht leider flöten, wenn Gier und reiner Materialismus ins Kraut schießen.
 
 
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Selbst schuld
29-aug-06
IMHO: Männer werden nicht mit zunehmendem Alter nicht wirklich "wertvoller" unter Attraktivitätsgesichtspunkten. Das sind dann auch nur alte Säcke, das Sperma ist auch nicht mehr frisch und sie kriegen auch nur wegen dem Geld noch eine ab. Insofern hinkt der Vergleich mit Wein: "Leckerer" werden die durch die Kohle ja nicht. Und ob man sich was drauf einbilden sollte, wenn man nur noch über Kohle eine hinterm Ofen hervorlocken kann, wage ich zu bezweifeln... Aber Männer wollen sich das nicht eingestehen... ;-) Sieht man ja am ollen Bohlen... der wird jetzt richtig abgezockt
 
 
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was ist mit Deutschland?
29-aug-06
ich finde, dass sich das alles nicht viel unterscheidet zu Deutschland oder den USA - die ja kein Entwicklungsland sind (ich nenne diese, weil ich dort gelebt habe und das selbst beurteilen kann). Es geschieht doch nur auf einer anderen Ebene. Soziales Ansehen, Mitgliedschaft im Golfclub, Eliteschulen etc.. in Amiland ist das besonders krass. Das muss "the rock" der Verlobungsring 3 Monatsgehaelter kosten und die Praktikantinnen reden in der Mittagspause nur ueber verschiedene Diamantschliffe!

Jeder versucht - und das ist Evolution - sich am Besten unterzubringen. Hier ist es deswegen so offensichtlich und jeder gibt es unverhohlen zu - dass man ohne genuegend Kleingeld nicht zu haben ist - weil es hier ums nackte Ueberleben geht.

Nicht, dass ich das gutheisse, aber meine erfolgreichen single Freundinnen in D suchen auch nur nach Mr. Right, damit sie nicht mehr arbeiten gehen muessen. Ich rede von studierten, gutaussehenden, intelligenten Frauen - die schier das Heulen kriegen, wenn sie 30 werden.
 
 
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Saiber
29-aug-06
@SinaSina

Emanze hin oder her (was mich BTW nicht abschreckt ;))).
Ich moechte mal in eine sexistische Kerbe schlagen.
Fakt ist doch dass Frau von der Natur aus immer noch mindestens einen Nachteil hat Mann gegenueber. Die Frau muss eine Schwangerschaft durchstehen (falls Kinderwunsch auf dem Plan steht) und ist somit zumindest fuer einige Monate arbeitsmaessig ausser Gefecht. Wir reden mal jetzt weniger ueber Deutschland, wo nun auch noch das Erziehungsgeld ansteht oder der Mann Vaterschaftsurlaub bekommt, und mehr ueber China. Wer sorgt fuer den finanziellen Haushalt waehrend der Schwangerschaft und auch wenn das Kind da ist und keine 2-3 Jahre alt ist fuer den , auch teueren, Kindergarten (vertrauensvolle und faehige Baomus kosten heutzutage fuer ein Chinesen ein Vermoegen)?

Dann, laut einem Artikel, den ich vor einpaar Wochen gelesen habe, ist es ein Trugschluss, dass Frauen die nach einem Schwangerschaftsurlaub in der Karriereleiter ohne Veraenderung und nachwievor ohne Probleme weiterklettern kann, wie vor dem Urlaub angenommen. In der Zwischenzeit hat sich ein anderer Kollege/Kollgegin aufgedraengt und oft zieht man den Kuerzeren weil die Monate an Arbeit, Leistungen und Erfolge fehlen. Generell muss man relativ von vorne anfangen oder landet in einer Death-end Position mit geringen Aufstiegschancen. Aufn Papier oder vom Gesetz her ist alles toll abgesichert und beschrieben aber in der Realitaet funktioniert das seltenst. Ich denke, so wird es auch ueberall sein.
Es ist dann fuer Frau meines Erachtens auch vernuenftiger sich schon frueher mit der Familienplanung zu befassen um dann spaeter wenn sich die Gelegenheit ergibt in Ruhe das angehen wonach das persoenliche Ego verlangt (wenn nicht vorher nochmal ein zweites Kind geplant wird).
In der Regel ist die optimale Zeit dafuer, auch hinsichtlich der Karriere, wenn man im Alter zwischen Anfang 20 bis spaetestens 30 steht. Plus Minus natuerlich, weil sonst Kerstin protestiert.
 
 
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Kosmopolitin
29-aug-06
@Saiber

?Maenner hingegen sind wie Wein. Je aelter desto besser bis der Bierbauch oder die Falten zum Vorschein kommen.?

Ich denke in dem Fall spielt das Alter keine allzu große Rolle, wohl aber das Bankkonto. Nun ist es eben so, dass das Konto in den meisten Fällen mit dem Alter wächst. Das heißt, wenn eine Frau mit einem viel älteren Mann zusammen ist, dann meist nur weil er neben dem Bierbauch auch ein dickes Portemonnaie mit sich führt. Machen wir ein Gedankenexperiment: Stell mal einen 27 und einen 37 jährigen Mann, die gleich vermögend sind, nebeneinander. Charakter, Aussehen, Bildungsstand etc. ähnlich. Wen würde ein 23 jähriges Mädchen wählen?

?Fakt ist, dass China in einpaar Jahren einen Ueberschuss an Maenner hat und Frauen rare Objekte der Begierde.?

Dank der Einkindpolitik ist das jetzt schon der Fall.


@HumphreY

?Aber ich habe bestimmt nicht vor, nach China zu reisen und mit meinem Pass zu wedeln. Ich finde das höchst niveaulos und nicht zu sagen riskant?

Wahrscheinlich habe ich mich nicht richtig ausgedrückt. Mit ?wedelt mit seinem Pass und dem Dr.-Titel? will ich nur sagen, dass er dort auf ?Werbungstour? geht und nicht, dass er ausschließlich mit Hilfe seines Passes eine Frau finden wollte. Es war auch nicht so, dass es an Nachfrage gemangelt hatte, sondern eher an die richtige Nachfrage. Es ist nun Tatsache, dass der berufliche Erfolg Auswirkung auf die persönlichen Ansprüche bezüglich des Partnerwahls hat.

?In China kann ich mehr oder weniger jede Frau kriegen (ohne mich jetzt allzu weit aus dem Fenster zu lehnen). Hier in Deutschland muss ich mich echt anstrengen.?

Das liegt daran, dass auf dem chinesischen Heiratsmarkt der soziale Status dem Charakter übergeordnet wird. In China hat man ein Overseas Chinese oft einen höheren Status als einen Local Chinese.

@SinaSina

Ich befürchte Frauenhandel wird in den nächsten Jahren, wegen der bereits von Saiber geschilderten Frauenknappheit, weiterhin an Ausmaß gewinnen wird. Habe vor wenigen
 
 
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Kosmopolitin
29-aug-06
Monaten eine Reportage zu diesem Thema gesehen. Es werden 16/17 jährige Mädchen regelrecht von ihren Familien entrissen und an alte Junggesellen weiterverkauft. Was ich nicht verstehe ist, wenn Mann mit z. B. als 40 jähriger Mann noch keine Frau gefunden hat, warum denn gewaltsam eine kaufen? Wozu der Umstand? Wenn Mann Bedürfnisse hat, gibt es ja schließlich noch Bordelle. Manche Menschen sind richtig krank.

@Kollegin

Dein Beispiel spiegelt die Situation in China sehr gut wider. Natürlich hat Frau Angst vor dem Älterwerden, wenn der richtige Partner nicht in Sicht ist. (Ich denke Männer bis zu einem gewissen Grad auch.) Nur wird in China das 30. Lebensjahr wie eine bevorstehende Apokalypse angesehen.
 
 
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(thread closed)

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