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aw: Hepatitis B   guter beitrag schlechter beitrag
Steffi73
19-mär-09
Hi Frosch,
ja, du hast vollkommen Recht, irgendwann muss man sich entscheiden, wo man "zuhause" sein will, wo man sich integrieren möchte. In China ist meines Erachtens nach keine wirkliche Integration (jedenfalls zum jetzigen Stand) nicht möglich. In Deutschland ist es für Ausländer (zumindest doch theoretisch) einfacher, da sie nach einer gewissen Zeit die deutsche Staatsangehörigkeit erlangen können und damit auch bestimmte Rechte und Pflichten damit haben, in China ist dies für Ausländer nicht möglich, somit ist eine komplette Integration nicht möglich, man wird immer ein Außenstehender sein, selbst wenn man mit einem Chinesen oder einer Chinesin verheiratet ist. Ich bin wirklich gerne in China, ich finde die Kultur beeindruckend, was dahinter steckt, aber da ich nicht von Kindesbeinen an, diese als meine Kultur erlebt habe, sind auch viele Dinge, die ich für mich nicht annehmen kann und Rülpsen, Spucken, Schmatzen sind die wenigsten Dinge, die mich stören.... Leider sind viele (vor allem deutsche) Ausländer der Meinung, dass sie anderen vormachen müssten, wie super sie in China zurechtkommen und ich beobachte immer wieder eine derartige Überanpassung, dass es mir Angst und Bange wird. Alle, die wir nach China kommen, sind Repräsentanten unseres jeweiligen Heimatlandes, dass sollten wir einfach nicht komplett vergessen. Ich verstehe einfach nicht, warum man nicht dazu steht, woher man kommt, Deutschland (hier spreche einfach mal aus meiner Sicht) ist nun wirklich nicht das schlechteste Land: Der Großteil von uns durfte eine gute Ausbildung genießen, das Gesundheitssystem ist in vielen anderen Ländern schlechter als in Deutschland und wir leben allgemein gesprochen wirklich nciht schlecht! Wenn wir uns verstellen und versuchen, uns Chinesisch zu verhalten, dann begegen wir uns in eine deutlich schlechtere "Verhandlungs" situation, denn mit diesen aufgestülpten Verhaltensweisen wirken wir unglaubwürdig und sind leichter angreifbar. Man soll sich nur so weit anpassen, dass man der anderen Seite zeigt, ich respektiere dich, aber ich habe auch eine eigene Persönlichkeit. Viele Expats geben ihre Identität scheinbar komplett auf, wodurch eigentlich auch ihre psychische Gesundheit leidet, denn die Werte und Normen einer Gesellschaft liefern auch Stabilität und Sicherheit. Auch wenn es manchmal schwer ist, aber die Freunde und Verwandten, die weder jemals länger die Landesgrenzen noch die Heimatstadt verlassen haben, geben uns Expats doch eine gewisse Sicherheit, denn so wissen wir, wohin wir immer zurück können, es ist auch schön, wenn man seiner Wurzeln noch nicht völlig beraubt wurde. Ich finde es persönlich auch sehr bedenklich, wenn Expats nach Shanghai kommen und sich dann des Frauenangebots nicht entziehen können, obwohl sie eine Partnerin haben.
 
 
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Steffi73
19-mär-09
Es wird (vor allem Männern) sehr einfach gemacht, hier neue Bettbekanntschaften zu machen, das liegt aber auch teilweise daran, dass man häufig den Eindruck hat, eher im Urlaub zu sein, als im wirklichen Leben. Viele, die nach einer gewissen Zeit wieder in Deutschland sind, erleben die Zeit in China im Nachhinein recht verschwommen und wie einen unwirklichen Traum. Aber ich denke, dass man irgendwann froh sein wird, dass man diesen TRaum geträumt hat....
 
 
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Frosch2008
19-mär-09
Hi Steffi,
wenn es nicht Rülpsen, Spucken, Schmatzen ist, was Dich am meisten hier in dem Land stört, was ist es dann? Die Tatsache, dass Du keinen chinesischen Pass bekommst? Möchtest Du den überhaupt haben? Das Gefühl, dass Du Dich als Außenstehender fühlst und auch wenig Integration stattfinden würde, selbst wenn Du mit einem Chinesen verheiratet wärst? Die Eigenschaft der Chinesen, mit der ich am meisten hadere, ist der Egoismus. China ist ein Land des Kollektivs, aber jeder verhält sich so rücksichtslos gegenüber seinem Nächsten. Selbst wenn sie Dir einen Gefallen tun, geschieht das nicht ohne den Hintergedanken, daraus einen eigenen Vorteil ziehen zu können. Aber ich muss akzeptieren und damit leben, dass die Menschen hier so sind. Wenn es mir absolut nicht gefällt, habe ich ja jederzeit die Möglichkeit, zu gehen. Aber wäre Integration nicht auch, dass ich mein Verhalten anpasse, dass ich dieses Netzwerk aufspanne, wo jeder jedem irgendwo am Ende einen Gefallen schuldig ist. Also stelle ich mir schon die Frage, inwieweit ich persönlich hier in die chinesische Kultur integriert sein möchte. Ich bin gerne Gast in diesem Land und staune über die Geschichte, Sehenswürdigkeiten und herrlichen Landschaften. Ich bin fasziniert von der mir fremdartigen Kultur, der Sprache, aber betrachte es doch nicht von innen heraus, sondern wie ein Besucher. Ich denke, dies erweckt schon den Eindruck, dass man hier einen überlangen Urlaub macht. Und ich denke auch, dass ein Leben nicht ausreichen würde, hier alles zu entdecken, was man gerne entdecken möchte, wenn man sich damit abfindet, ein Leben lang, Besucher zu sein. Ich glaube jedenfalls nicht, dass ich jemals richtig ankommen würde. Zum Vergleich in Deutschland nehme ich Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Kultur und Sprache als Teil von mir wahr (oder besser gesagt, ich nehme es gar nicht wahr, weil es so vertraut ist, dass ich mir keine Gedanken mehr mache). Aber genau das gibt mir ein Gefühl, dass ich mich auf sicherem Boden bewege. Und ich gebe Dir recht, seit ich im Ausland unterwegs bin, weiß ich, welche Vorzüge Deutschland zu bieten hat. Es ist nahezu unbetroffen von Naturkatastrophen, die Wege sind kurz, man hat Zugang zu jeder Art von Bildung und Information, wie Du schon sagtest, Gesundheits- und soziale Absicherung ist überdurchschnittlich. Wir Deutschen jammern auf hohem Niveau.
 
 
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Frosch2008
19-mär-09
Aber ich denke, Deine Kritikpunkte sind gar nicht die Chinesen, sondern die Deutschen in China, oder? Ob es Dein Bekannter mit Hepatitis B ist oder nun allgemeiner, die Deutschen, die sich hier bedienen und dabei sämtliche Moralvorstellungen über Bord werfen. Allerdings meine ich, dass die Psyche von einigen Menschen schon einen Knacks hatte bevor sie nach China gekommen sind. In Deutschland hatten sie nur keine Möglichkeiten. Ich mache mir ja auch schon Gedanken, was das für Menschen sind, die nach Thailand oder zu den Philippinen reisen, nur weil dort Sex einfacher zu bekommen ist. Und hier in China ist es eben für Männer auch sehr einfach, an Sex zu kommen und es zeugt schon von mangelndem oder schwachem Willen, nicht ?Nein? sagen zu können. Jeder weiß ganz genau, warum es so einfach ist, entweder die jungen Frauen wollen weg aus der Provinz und sich z. B. ein Studium finanzieren oder gleich einen reichen Ausländer heiraten. Und da kann die tollste Frau zuhause sitzen, da kommt der Trieb ins Spiel und die Hormone klemmen die Leitungen zum Gehirn ab, es sei denn man hat sich unter Kontrolle. Aber wenn man einmal seinem Trieb nachgegeben hat, bei jedem Mal danach ist die Hemmschwelle geringer. Und hier leidet die Psyche oder anders und hier setzt irgendwann das Suchtverhalten nach diesem ?Kick? ein. Ich denke einmal, es ist auch nicht anders mit selbstbewussten Frauen (Chinesinnen oder Ausländern), denen es nicht um Geld geht. Aber bei diesen Frauen ist es nicht einfach, weil es hier um Gefühle geht. Und hier widerspreche ich Dir, dass es auch Frauen einfach gemacht wird, neue Bettbekannschaften zu machen. Kein Chinese würde eine westliche Frau von der Bettkante stoßen, ganz im Gegenteil. Die Erfahrung wirst Du doch auch schon gemacht haben, oder? Was hat Dich davon abgehalten? Dass Du mehr erwartest als eine Nacht mit schlechtem Sex? Wenn man mitten im Leben steht, ein stabiles Umfeld hat, ungebunden ist, dann geht es doch nicht bloß um Triebbefriedigung, dann geht es darum, einen Partner zu finden, gleiche Interessen, die richtige Mischung aus Nähe und Abstand, Gefühle. Die üblichen interkulturellen Beziehungen sind keine Partnerschaften, sondern Abhängigkeiten. Aber ich denke, wir schweifen hier vom Thema ab. Hier gibt es genug Foreneinträge zu diesem Thema. Und wir persönlich können uns darüber ärgern, aber so wenig wie wir Milliarden von Chinesen ändern werden, werden wir Hunderttausende von Ausländern ändern. Aber wir können für uns die Entscheidung treffen, nicht so zu sein. Und ich hoffe, dass ich eines Tages nicht aufwachen werde, und China als einen unwirklichen Traum wahrnehme. Dafür finde ich es hier zu schön, auch wenn ich wohl eher nicht-integriert und unangepasst bin.
 
 
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Frosch2008
19-mär-09
@Paula: Don't worry about your grammar. Sprache ist Kommunikation, wir Deutschen haben immer ein Problem damit, wenn Ausländer falsch sprechen. Ich bin glücklich darüber, wenn ich mich verständig machen kann. Und wenn Du in meinen Posts hier Fehler findest, Du darfst sie behalten! ;-)

Jetzt möchte ich nicht wissen, in welche Schublade ich bei Dir passe. Ich hoffe allerdings, dass ich mehr als nur "funktioniere".
 
 
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PaulundPaula (Gast)
19-mär-09
@Frosch
Na, meine Schubladen sind so geheim wie meine Datenbanken :-). Aber immerhin machst Du Dir ja schon Gedanken wie obige, was ja, wie ich geschrieben habe, auch nicht jeder macht. Und wenn ich nicht dauernd dazwischen quaken wuerde, waere das hier ein reiner Dialog, waehrend in Treads mit ungleich niederem argumentativen Niveau die Hoelle los ist.
 
 
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Steffi73
19-mär-09
Hallo Frosch,
um auf deine Frage zu antworten: Nein, für mich persönlich ist das Erlangen eines chinesischen Passes nicht erstrebenswert, der deutsche bietet schon gewisse Vorteile (wenn man mal bsp. die Reisefreiheit betrachtet, weshalb viele Chinesen in Deutschland gerne den deutschen Pass annehmen und weniger, weil sie die deutsche Kultur oder die Deutschen so toll finden). Integration hat ja auch immer etwas mit Gestaltung von Gesellschaft zu tun und ich möchte hier gerne auf das Wahlrecht verweisen, dass auch nur Personen mit dem entsprechenden Pass zusteht.
Ich sehe das ganz genauso wie du, dass wir Gäste in China sind, leider frage ich mich, was wir eigentlich für Gäste sind.... China ist der Gastgeber, wir die Gäste, die nach Hause eingeladen sind. Wenn du dir überlegst, du selbst bist Gastgeber und hast Leute zu Besuch, die sich über deine Wohnung, die Art, wie du lebst, wie du deine Familie behandelst, über das Essen, dass du servierst, deine kulturellen Interessen, etc. beklagen, wie würdest du dich dann fühlen? Aber das machen leider viele von uns und sind miserable Gäste. Andererseits darf man natürlich nicht bei allem die Augen verschließen, aber man sollte schon gut abwägen.

Was mich an Ausländern hier nervt, ist diese Arroganz- Fassade. Anstelle, dass man sich grüßt und sagt: "Hallo Landesmann/-frau, schön dich zu sehen, hast du vielleicht ähnliche Probleme, Anliegen, Sorgen, Interessen, wie ich?...", wird Nase um ein paar weitere Millimeter nach oben geschoben. Mich ärgern einfach Leute, die von sich behaupten, dass sie in China super zurechtkommen und wenn man sie dann beobachtet, dann wird ganz schnell klar: Alles nur Schein. Sehr schön auch die Leute, die sich richtig daran hochziehen können, wenn Chinesen in ausländischen Lokalen mit Messer und Gabel essen und meinetwegen das Würstchen mit der Gabel aufspießen und es wie ein Eis am Stiel oder vielleicht eher wie Bingtanghulu abknabbern und die dann erst mal Benimmkurse abhalten - herrlich!!!

An Chinesen stört mich auch, wie du schon sagst, dieser Egoismus, der vor allem bei Jüngeren anzutreffen sind, die älteren sind da noch etwas anders (jedenfalls solange es nciht vollends ums Geschäftemachen geht). Ich habe die persönliche Erfahrung gemacht, dass wenn ICH was will, ich zahlen kann (in welcher Form auch immer), wenn die chinesische Seite was will, dann ist die Kasse leer... ich bin in der Vergangenheit schon häufig ausgenutzt worden, dass ich vorsichtig geworden bin, allerdings muss man das immer von Fall zu Fall entscheiden.
Was viele Chinesen auch sehr gut beherrschen, ist dass du, egal was ist, immer hinterher als unverschämtes Riesenar.... dastehst. Meinetwegen wird von dir etwas völlig Unmögliches oder Unverfrorenes gefordert, dann wiegelst du auf chinesische Art mit "mal sehen..." ab, in der Hoffnung, der andere hat es kapiert! Nein, es wird weitergebohrt, bis du mit dem Rücken an der Wand stehst und direkt "nein" sagen musst....
 
 
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Steffi73
19-mär-09
... und schwupps bis du der unverschämte Buhmann!
Sicherli. ch hast du Recht, dass hier viele Leute herkommen, die bereits vorher (psych.) Probleme hatten und davor fliehen wollen. Aber wer in Deutschland schon Probleme hatte, wird diese auch in China haben und wird vermutlich noch einige hinzubekommen.
Um deinen Einwurf mit dem Suchtverhalten aufzugreifen: Ich denken, dass viele von uns hier ein Suchtverhalten haben: Sei es Alkohol, Zigaretten, Essen, Einkaufen, Sex oder auch Arbeit (mittlerweile denke ich, dass mein Bekannter unter Arbeitssucht leidet). Sucht hat ja immer etwas mit tiefsitzender Angst zu tun, die man durch einen Suchtstoff zu unterdrücken versucht. Sex dient vermutlich hier für viele auch als Ventil, um den Stress, die Enttäuschungen, etc. abzubauen. Ich stimme dir zu, dass "richtige" Männer, die im Leben stehen, auch privaten Ausgleich haben, es gar nciht nötig haben, sich auf Sexabenteuer einzulassen. sie haben genug Rückrad, um bei Geschäftsessen und dem anschließenden Barbesuch "nein" zu sagen. Jemand, dem man eine Professionelle andrehen kann, ist leicht manipulierbar, vergessen leider hier viele! Gibt nicht umsonst das chinesische Strategem des schönen Menschen:-) Warum wird männlichen Delegationen beispielsweise immer eine kleine niedliche Chinesin zugeteilt????? In solchen Situationen wollen sich Männer voreinander beweisen, wer der tollere Hecht ist und hauen sich dann überspitzt gegenseitig in die Pfanne und schon ist man wieder in der schlechteren Verhandlungsposition - Chinesen können einen so herrlich manipulieren und es klappt auch immer wieder!
Abschließend noch eine Frage: "´ne Nacht mit schlechtem Sex" - gibt es da Erfahrungswerte??
 
 
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Frosch2008
19-mär-09
Hi Steffi,
sag mal, woran erkennst Du guten Sex? Es ist schlechter als sehr guter Sex? Ich bin keine 14 Jahre mehr, natürlich kenne ich Nächte mit schlechtem Sex. Das erste Mal ist immer schlechter Sex, es braucht Zeit, die passenden Schalter kennenzulernen. Aber in dem Zusammenhang, wie ich die Frage danach gestellt habe, habe ich keine Erfahrungswerte. Ich kann Dir nicht sagen, wie der Sex mit chinesischen Männern ist. Es war also eine reine Unterstellung. Die Frage nach chinesischen Frauen könnte ich Dir auch nicht beantworten, da ich nicht nur nicht sehr gut ?Nein? sagen kann, es ist auch so, dass meine Hormone nicht gerade in Wallung kommen bei Asiatinnen. Außerdem muss ich hier keinem etwas beweisen und es ist darüber hinaus auch gar keine Herausforderung und zumindest für mich auch kein lohnendes Ziel. Spätestens jetzt sollte ich übrigens mein Profil ändern, weil mir der Post von Paula wieder in den Sinn kommt ?langsam komme ich mir wie ein Voyeur?. Es wundert mich die ganze Zeit schon, dass unser Dialog nur von PuP ergänzt wird. Normalerweise gibt es hier ja kein Thema, was vor Kommentaren aus dem off sicher ist. ;-)
Aber wenn wir schon bei diesem netten Thema sind, ich denke, wir werden es auch nicht schaffen, die Chinesen und ihre Einstellung zu ändern. Bei denen gehört eben, der ?professionelle? Einsatz, zu einem Geschäftsabschluss dazu, ich mag gar nicht mal sagen, ob sie es tun, um den anderen anschließend in einer schlechtere Verhandlungspositionen zu manövrieren oder weil es sie männlicher erscheinen lässt. Und das chinesische Ego braucht nun mal neben, mein Auto, mein Haus, mein was weiß ich, eben auch meine Freundin(nnen). Das wird sich wahrscheinlich erst mit einem sich steigernden Selbstbewusstsein der Frauen in China ändern. Solange die Frauen sich das gefallen lassen, wohl eher nicht. Ich stecke aber nicht in den Menschen und kann das nur in meiner naiven Art von außen betrachten, vielleicht finden ja das alle hier auch in Ordnung. Und wie Du schon sagst, auch wenn es einem nicht gefällt, sollte man den Gastgeber nicht beschimpfen. Es steht einem ja frei, jederzeit die Party zu verlassen. Peinlicher sind da schon die anderen Gäste insbesondere, die die von Dir beschriebene Intoleranz aus dem Eff Eff beherrschen.
Hat Sucht übrigens immer etwas mit tiefsitzender Angst zu tun? Die Angst entsteht doch eher, wenn ich mich von einer Sucht befreien möchte. Und bevor ich mich befreien möchte, kommt erst die Erkenntnis, abhängig von etwas zu sein und (scheinbar) nicht ohne Leben zu können. Übrigens gebe ich es offen zu, dass ich süchtig nach Essen bin, mich von der Sucht zu befreien halte ich im Weiteren aber für ziemlich lebensgefährlich. Ich lebe also mit der Sucht und versuche sie im Griff zu behalten, was hier in Shanghai schon ziemlich schwerfällt. ;-)
 
 
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Frosch2008
19-mär-09
Aber nachdem Du es schon auf 5 Jahre hier in dem Land gebracht hast, dürfte Dich doch das meiste gar nicht mehr schockieren. Auch die Erfahrungen ausgenutzt zu werden hast Du gemacht, was sicherlich unangenehm ist und es einem nicht leicht. Umso erfreulicher, dass es Dich nicht davon abgehalten hat, hier auszubrennen und zurückzukehren. Dass Du deutlich ?Nein? sagen musst, weil es sonst keiner versteht, ist meiner Meinung nach aber nichts, was China typisch ist. Das findest Du auf der ganzen Welt.
Aber mal am Schluss noch einmal das Thema auf Deinen Bekannten gebracht, schließlich ist ihm dieser Thread gewidmet. Arbeitssucht ist ja nun nicht unbedingt etwas Ungewöhnliches. Ich kenne genug, die neben ihrer Arbeit nichts anderes mehr kennen. Auch das Problem, dass die Männer hier schlecht ?Nein? sagen können und Sex als Ventil oder aus welchem anderen Grund auch, hier nichts mit Liebe, Freundschaft, Partnerschaft zu tun hat, ist ja nichts Neues. Das Forum ist voll von solchen Threads. Neu ist da schon eher der Aspekt, dass er hier seine Bekannten mit Hepatitis B beglückt. Abgesehen davon sollte es Dich doch eher nicht mehr schocken. Du sagtest ja selbst, dass es nicht Dein Anliegen war, Dich bei ihm anzustecken. Aber er muss Dich dennoch fasziniert haben, wenn Du anschließend sogar nach seiner Frau gegoogelt hast. Hast Du denn jetzt aus diesem Forumsbeitrag etwas mitgenommen. Was wirst Du ihm denn sagen, raten oder versuchen mit auf den Weg zu geben, wenn Du ihn das nächste Mal triffst? Mal abgesehen von den Aspekten der Therapie und der Frage nach dem Visum, ist alles andere doch sehr stark von ihm abhängig, oder? Glaubst Du, dass er sich ändern wird? Vielleicht wäre es besser, andere vor ihm zu warnen (bevor sie sich anstecken) und die Kraft in erfolgversprechendere Gespräche zu investieren. Aber wahrscheinlich bin ich hier wieder typisch Mann und viel zu rational und mir fehlt die emotionale Seite, das entsprechende Mitgefühl. Ich entschuldige mich daher ausdrücklich für das Y Chromosom, was uns unterscheidet. Schade, dass Paula nicht geschrieben hat, in welche Schublade, sie mich einsortiert.
 
 
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Steffi73
20-mär-09
Hallo Frosch,
gute Frage, was guter Sex ist... Ja, guter Sex, ist besser als schlechter... ich hatte gehofft, dass du vielleicht eine zuverlässige, Informationsquelle hast, habe nämlich schon öfters gehört, dass chinesische Männer nicht die besten im Bett sein sollen, leider nie von jemandem, der es aus erster oder zumindest zweiter Hand haben. Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen... Aber manche Gerüchte halten sich ewig.... Schade, hätte mich echt interessiert... (natürlich nur aus rein wissenschaftlichem Interesse).
Ich wundere mich auch, dass sich niemand außer PuP mehr meldet, aber vermutlich sind die Mitleser sprachlos und sitzen mit offenen Mündern vorm Bildschirm - hier jagt ja auch eine Pointe die nächste: Du kannst dich nciht für Asiatinnen begeistern??? Okay, ich kenne einige Männer, die nicht auf Asiatinnen stehen, aber niemanden davon lebt in China. Aber ich kann dich beruhigen, das wird schon noch:-))) Kenne Männer, die sich anfänglich über die kinderhafte Figur von vielen Chinesinnen ausgelassen haben, aber dann doch relativ schnell mit einer kleinen Chinesin im Bett gelandet sind... Du siehst, manchmal braucht es nciht viel, um Menschen zu blüffen....

Habe mal im Stern gelesen, dass ein deutscher Manager (verheiratet) von seinen chinesischen Verhandlungspartner in eine Bar eingeladen wurde, dort hat man eine Frau auf ihn angesetzt, die seine sexuellen Vorlieben auszuspionieren und dann hinterher eine entsprechende Dame auf ihn angesetzt, der hat er alle geschäftlichen Geheimnisse verraten - also das Strategem wird doch schon aktiv eingesetzt.... Aber generell ist es doch schon so, dass du ein gewisses Bild von dir gibst, wenn du dich auf solche Abenteuer einlässt.

Ja, ich denke, dass eine tiefsitzende Angst für die meisten Suchtform verantwortlich ist: Beispielsweise bei Essstörungen wie Anorexie und bei Arbeitssucht haben die Betroffenen Angst, nicht um ihrer Selbstwillen gemocht zu werden. Sucht hat aber auch mit mangelnden Konfliktlösestrategien zu tun. Sucht verläuft ganz vereinfacht gesprochen immer in mehreren Phasen ab, einer Kontaktphase, bei der es zu positiven Gefühlen beim Konsum kommt, dann kommt es zur Gewöhnung und man konsumiert zunehmend alleine und heimlich vor anderen, dann irgendwann merkt man, dass man nicht mehr ohne den Suchtstoff auskommt. Bei einigen Suchtformen kann es ja nicht darum gehen, den Suchtstoff vollständig aus dem Leben zu verbannen, da kann es bei einer Therapie nur um den vernünftigen Umgang damit gehen. Aber wenn es dich beruhigt - das Essensproblem haben ganz viele - muss mich leider auch dazuzählen... Das Essen ist hier aber auch lecker....
 
 
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Steffi73
20-mär-09
Aber ich muss dich enttäuschen, trotz meiner Zeit in China, schockieren mich die menschlichen Abgründe immer wieder aufs Neue- gibt aber auch immer wieder Leute, die immer noch einen draufsetzen, wie das Gespräch mit meinem Bekannten beweist. Ich denke mal nicht, dass er seine Hepatitis jetzt so aktiv verteilt, dass kann ich einfach nicht glauben, das wäre ja schon kriminell... aber es bewegt mich einfach: Der hat eine Frau, die ihn ja trotz der Erkrankung geheiratet haben muss, dass lässt ja schon mal auf eine positive Charaktereigenschaft ihrerseits schließen. Wenn du weißt, dass jemand so eine Krankheit in sich schlummern hat, dann überlegst man sich das doch zwei bis drei mal... und wenn du dann von dem Mann so behandelt wirst, du musst dich doch dann unsagbar verschaukelt fühlen als Partnerin. Ich kann mich extrem gut in so etwas hineinversetzen, aber er tut mir auch leid, mit so einer Krankheit bist du doch auch gekniffen! Ich kann es aber einfach nciht verstehen, dass er nicht nach Deutschland zu seiner Frau geht, die ja vermutlich für ihn da sein würde und wo er auch eine Krankenversicherung, die die Kosten übernimmt, hat. Jetzt stell dir mal vor: Du hast keine Krankenversicherung und musst ins Krankenhaus - auch in China ist das nicht billig... das ist jetzt wirklich kein nachvollziehbares Verhalten, daher denke ich ja auch, dass so etwas wie eine Arbeitssucht dahinterstecken muss. Ich weiß nicht, ob er sich ändern würde, ich wüsste auch nciht, was ich ihm raten sollte, denn ich denke, er würde es nicht annehmen. Eigentlich müsste man sagen: Geh zurück nach Deutschland, geh zu deiner Frau und such dein Glück dort. Denn wirklich glücklich wirkt er nicht. Leider gehöre ich zu den Frauen, die aus lauter Mitleid auch den häßlichsten Straßenköter mitnehmen würde... Klar, habe ich wieder was gelernt: Es gibt mindestens einen Mann in Shanghai, der nicht auf Chinesinnen steht... Vermutlich machst du es Paula mit derartigen Aussagen schwierig, dich in eine Schublade zu stecken... Vielleicht wird man jetzt zukünftig vom "Y- Neid" sprechen:-))
 
 
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Frosch2008
20-mär-09
Y-Neid, wer soll darauf denn neidisch sein? Die Männer, die haben den Chromosomenstrang ja schon. Die Frauen? Die überwiegende Mehrzahl an (ausländischen) Frauen, die ich hier in Shanghai kennengelernt habe, stehen nicht auf Chinesen. Also, wer wird hier neidisch sein. Und um Dich zu zitieren, ?manche Gerüchte halten sich ewig?, kann ich mir schon eher Penisneid bei den Männern und den Wunsch nach mehr Oberweite bei den Frauen vorstellen. Hier wird in Zukunft noch ein richtiger Markt für Schönheitschirurgen entstehen. Aber zumindest in einem Punkt haben wir hier die Crux mit den Asiatinnen gefunden, für mich sehen sie alle aus wie Kinder. Beneidenswert sicherlich für alle Ausländer(innen), dass sie eine schlanke Erscheinung sind und ihre jugendliches Aussehen sehr lange behalten (bis sie dann schlagartig alt aussehen). Aber ich habe eine 10-jährige Tochter, die in Deutschland bei meiner Exfrau wohnt. Sie ist mit fast 160cm für ihr Alter ziemlich groß, aber überragt damit jetzt schon die meisten einheimischen Frauen hier. Ich muss dann immer zwangsläufig den Vergleich ziehen und besitze keinerlei pädophile Anwandlungen. Wahrscheinlich ist es ein latenter Mutterkomplex, dass ich eher auf reifere Frauen mit weniger kindlichen Attributen stehe. Als ich in Richtung Asien aufbrach, haben mir viele prophezeit, dass ich mir hier eine hübsche Chinesin suche und bleiben werden, da ich ja schließlich anders als Dein Bekannter keine Frau zurückgelassen habe und somit ungebunden bin. Aber nun bin ich schon ein Jahr hier und sicherlich habe ich mich an den Anblick der Asiatinnen, die mir zu Anfang ganz exotisch (und sehr kindlich) vorkamen gewöhnt. Und ich will nicht absprechen, dass ich durchaus anerkennen muss, dass es hier sehr gutaussehende Frauen gibt. Aber wenn immer ich unterwegs bin und inmitten der vielen Asiatinnen eine ausländische Frau ausmache, die sich anders bewegt, größer ist, andere Haare hat, bin ich sofort abgelenkt und weiß, dass ich dafür jede Asiatin stehen lassen würde. Ich würde also niemals nie sagen, schließlich bin ich ein Mann und denke doch sehr viel mit der Hose. Das soll heißen, ich bin kein Engel , nicht das der falsche Eindruck entsteht, aber in puncto Asiatinnen habe ich mich bislang ohne große Anstrengung beherrschen können.

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Frosch2008
20-mär-09
Aber mich würde das umgekehrt mal interessieren, wie die ausländischen Frauen, die Chinesischen Männer betrachten. Sieh es als empirische Studie, wobei aus der Stichprobe mindestens eine (nämlich Du) keine Aussage darüber treffen kann, Du in Deinem Bekanntenkreis niemand hast, der dies öffentlich zugibt und auch ich bislang mit keinem aus erster (noch nicht einmal zweiter) Hand gesprochen habe. Dennoch gibt es sie, wie man aus manchen Posts hier entnehmen kann, die in einer interkulturellen Beziehung leben und ganz vereinzelt habe ich auch solche Pärchen schon in der Stadt wahrgenommen. Fangen wir also bei Dir an, wenn es Dich so interessiert, wie chinesische Männer im Bett sind, warum fehlt Dir die Erfahrung. Ich möchte wetten, es liegt nicht daran, dass Du nicht schon dieses Angebot direkt oder indirekt bekommen hättest, oder?
Hmm, jetzt ist es schwer von diesem Thema die Brücke zur Sucht zu schlagen, aber Du hattest ja auch Sexsucht erwähnt. Ich denke trotzdem nicht, dass Sucht etwas mit tiefsitzender Angst zu tun hat. Die Symptome, die Du beschreibst sprechen eher für Depressionen, die ja oft einhergehen mit Anorexie, Alkoholismus. Und da treffen auch Deine Beobachtungen der späteren Phasen, wie ?man konsumiert zunehmend alleine und heimlich vor anderen?. Aber gerade Rauchen ist doch eine Sucht, die nicht heimlich ausgetragen wird. Im Gegenteil Raucher sind häufig sehr gesellige Menschen und verstecken diese Sucht nicht. Auch ich bin nicht frei von Süchten, es ist zwar nicht Nikotin, aber Koffein, wo ich meine Probleme habe, davon wegzukommen. Ich kenne Leute, die süchtig nach Sport und dem Kick danach sind, dass Glückhormone nach hohen körperlichen Belastungen ausgeschüttet werden (ich verbinde das lieber in Form von intensivem Tanzen oder anderen Betätigungen, wo man doppelt bei Spaß haben kann). Bei all diesen Dingen, kann man (vermeintlich) nach einiger Zeit nicht mehr ohne den Suchtstoff auskommen, aber mit einer tiefsitzenden Angst hat das meines Erachtens nichts zu tun. Wie schon mal gesagt höchstens die Verlustangst, den Kick, den das Suchtmittel auslöst nicht mehr zu spüren. Aber so etwas kann natürlich Folgeerscheinungen haben, wenn ich an das intensive Essen denke, was dazu führt, dass man sich nach einiger Zeit fett und unförmig vorkommt, was einen depressiv werden lässt. Oder auch denjenigen, der hier schleichend immer mehr und mehr arbeitet und zuerst mit Lob überschüttet wird und dann, mehr und mehr Erfolgserlebnisse braucht und wenn die sich nicht einstellen, noch mehr arbeitet. Das macht auch depressiv und unzufrieden und dann gleiten die Menschen ab, suchen sich Ventile und stürzen sich in Süchte, wie Alkohol oder sicherlich verstärkt gerade hier in Shanghai oder generell in China, intensives Feiern und Sex.

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Frosch2008
20-mär-09
Ein letzter Punkt zu Deinem Bekannten, was ich nicht ganz verstanden habe (ich bin gerade auch zu faul, um noch schnell nachzulesen, ob Du das irgendwo erläutert hattest). Hat er keine Krankenversicherung hier in China? So wie ich das verstanden habe, ist er doch auch ein Expatriat und somit müsste er auch sämtliche Gesundheitsuntersuchungen mitgemacht haben, noch bevor er das Land betreten hat. Und die Firmen schließen doch private Krankenversicherungen für Ihre Mitarbeiter ab, damit sie abgesichert sind, gerade weil die westliche Medizin hier auch unkalkulierbar teuer sein kann. Ich fände es gerade zu unverantwortlich, wenn man einen Mitarbeiter der seit Kindestagen eine solche Erkrankung mit sich herumträgt ins Ausland entsendet und ihm dann keine entsprechende Krankenversicherung mitgibt. Wenn sich die Versicherung weigert, ihn zu versichern, dann wäre es ein 100% no-go so jemanden ins Ausland zu schicken. Und wenn er ein so wichtiger Mitarbeiter ist, den ich unbedingt dort vor Ort benötige, dann kümmere ich mich darum, dass solche Dinge geregelt sind. Oder ist er selbstständig? Und was seine Frau daheim betrifft. Ich weiß nicht, ob sie so sozial eingestellt ist. Du kannst ja nur wiedergeben, was Du von ihm weißt. Wer weiß, wie sie über ihn denkt, früher und jetzt. Vielleicht wusste sie nichts von der Erkrankung, vielleicht war er ja auch in der Tat mal ein liebenswerter Mensch und hat sich geändert. Vielleicht ist sie aber auch ein echtes Luder und der Grund, warum er ins Ausland geflüchtet ist. Eigentlich können wir nur von den Tatsachen ausgehen, er ist hier, kennt nur seine Arbeit (und das entsprechende Ventil dazu) und sie ist zuhause in Deutschland.

P.S. Diese Posts werden definitiv zu lang! Ob das noch jemand liest?
 
 
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PaulundPaula (Gast)
20-mär-09
@frosch
"Das erste Mal ist immer schlechter Sex,..." --> Entschiedener Widerspruch!!!

"Ob das noch jemand liest?"
Naja, nicht jedes Wort, nur im Groben.

"gerade auch zu faul"
Ja, nimm Dir die Zeit, das steht auf der ersten Seite.

@Steffi
"dass wir Gäste in China sind"
Sehe ich nicht ganz so. Wir haben hier einen Arbeitsalltag, ein tägliches "muss" und eine Struktur im Leben. Ich sehe es eher als "Mitbewohnerschaft" an denn als Gaststatus.

Muss es immer ein Land oder ein Ort sein, den man als "Heimat" ansehen muß?
 
 
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Pille (Gast)
20-mär-09
@PuP
Wo hört der Status Gast auf und fängt die Mitbewohnerschaft an...........nach X Wochen, X Monaten?...oder erst nach Jahren .
Die Frage wär vielleicht einen eigenen Thread wert.
 
 
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Steffi73
21-mär-09
Hallo Frosch,
Y- Neid... ist doch klar: Wir Frauen sind darauf neidisch:-) Du meinst, dass ausländische Frauen plötzlich alt aussehen????? Hoffentlich wache ich nicht morgen früh auf und bin plötzlich steinalt.... Mache mir jetzt ernsthafte Sorgen... ich dachte, das wäre nur bei Chinesinnen so - jedenfalls ist mir mal aufgefallen, dass Chinesinnen, bei denen ich dachte, die ist bestimmt schon vierzig, sie in Wirklichkeit jünger war als ich, das fand ich schon erstaunlich! Teilweise sehen die Chinesinnen bis zu einem gewissen Alter aber auch nicht nur kindlich aus, sondern sie sind auch noch recht kindlich, ist aber auch eigentlich klar, wenn man überlegt, bis zu welchem Alter sie noch bei den Eltern leben! (Das ist jetzt nicht gehässig gemeint, sondern dass ist mir mal aufgefallen), wenn du eine Tochter hast, dann bist du über einen gewissen Entwicklungsstand hinaus, der vielen hier noch fehlt, bei manchen kommt das aber in etwas späteren Jahren allerdings wieder...
Um deine Frage zu beantworten: Ausländische Frauen finden chinesische Männer vermutlich deswegen wenig attraktiv, weil der Großteil im entsprechenden Alter bereits vergeben ist oder noch bei den Eltern wohnt oder weil chinesische Männer zu schüchtern sind... zu schlechte Manieren törnen auch ab - aber wenn er noch bei Mami und Papi wohnt, dann ist es vermutlich das Schlimmste.... Aber ich muss zugeben, es gibt auch ganz attraktive chinesische Männer - also Chackie Chan zum Beispiel.... seufz... oder zählt das nicht als Chinese??? Du hast deine Wette verloren - nein, ich habe kein Angebot von einem chinesischen Mann bekommen (vielleicht auch, weil ich vorher abhaue, bevor es dazu kommen könnte).

Paula hat es nun ja schon geschrieben, aber trotzdem noch mal von mir: Ja, er hat keine Auslandskrankenversicherung. Er ist (übrigens zusammen mit seiner Frau) nach China gekommen, hat dann in China den Arbeitgeber gewechselt und der neue Arbeitgeber hat keine Krankenversicherung abgeschlossen. Warum weiß ich nicht, jedenfalls wird er denen nicht gesagt haben: Ach übrigens, ich bin todsterbenskrank und nicht kann nicht 100% geben. Das war ja gerade der Punkt, der mich auch so erstaunt hat: Mit so einer Krankheit in China und nicht mal versichert - das ist doch nciht normal. Aber er ist der Meinung, dass die medizinische Behandlung in China besser ist.... Zu seiner Frau: ich weiß von Bekannten (durch die ich ihn kennengelernt habe), dass sie mit ihm nach China gekommen ist und sie auch vor der Eheschließung von der Krankheit wusste. Ich kenne sie ja nicht persönlich, aber die Bekannten haben mir einiges erzählt und demnach hat er sich einige Male in der Öffentlichkeit ziemlich danebenbenommen und sie vor allen Leuten wie einen Idioten dargestellt. War immer allen peinlich, nur er fand es wohl immer superlustig. Die meinten auch, dass er sich in China so extrem verändert hätte.

Nachher schreibe ich noch mal zum Suchtthema...
 
 
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PaulundPaula (Gast)
21-mär-09
@Pille
Ich mache das an einem "geregelten" (Arbeits-)alltag fest (mit den Anführungszeichen schließe ich auch Freiberufler und Künstler ein, mit den Klammern auch mitreisende EhepartnerInnen)

D.h. für mich ist ein Praktikant mit 6 Wochen Arbeit hier ein Mitbewohner und ein Weltreisender mit 3 Jahren ein Gast.

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Übrigens, auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache, wenn einer "im Grunde" eine arme Sau ist, sich aber verhält wie ein Arschloch, dann ist das für mich eins. Ich habe keine Hobbypsychologenanwandlungen und "dahintersehen" geht erst ab einem gewissen Grad der Vertrautheit los. Vorher nehme ich die Leute wie sie sich geben und habe kein Problem damit, wenn mich entsprechende Typen für arrogant und zickig halten. Insofern würde ich an Steffis Stelle das Grübeln (was sicher mal für einen oder zwei Abende interessant ist) aufgeben und mich lieber positiv-interessanten Menschen wie Frosch widmen als zu versuchen, irgendwelchen Typen, die sich im Labyrinth ihrer eigenen Psyche verlaufen haben, auf den Grund zu kommen.
 
 
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Frosch2008
21-mär-09
Hallo Steffi,
ist noch früh am morgen und meine Satzkonstruktion war sicherlich verwirrend, aber ich bin nicht der Meinung, dass nicht Ausländerinnen schlagartig alt aussehen, sondern Asiatinnen. Und mit dem kindlichen Verhalten gebe ich Dir recht. Ich falle jedes Mal (wieder wegen Ungläubigkeit) tot um, wenn ich die Hello Kitty Hintergrundbilder am PC und den ganzen Puppenkram an den Arbeitsplätzen verteilt sehe inkl. der Bänder, die an den Handys herumbaumeln. Das passt zu sehr gut zu meiner Tochter mit ihren 10 Jahren, aber nicht zu einer 30-jährigen Frau. Übrigens Jackie Chan zähle ich zwar schon zu den Chinesen, aber er kennt die Welt und nicht nur China. Ich kenne etliche Chinesinnen, die schon im Ausland gelebt haben. Diese finde ich durch die Bank attraktiver, was sicherlich auch damit zu tun hat, dass deren Verhalten ein vollständig anderes ist als von den Menschen, die bislang aus China nicht herausgekommen sind. Das zeigt für mich aber auch, dass (zumindest mir) neben dem Aussehen, eben auch Verhalten und Einstellung wichtig sind. Aber was die Eltern betrifft, ist es nicht so, dass die Frau dann dazu zieht oder wenn sie eine eigene Wohnung nehmen über kurz oder lang dann die Eltern wieder mit dazu ziehen. Sie sind es dann ja auch die die Kinderbetreuung übernehmen, wenn denn der Nachwuchs da ist. Ich muss jetzt sagen, dass ich bei chinesischen Paaren nicht wirklich sicher bin, bei den gemischen Paaren weiß ich, dass die Frau dem Mann alles abnimmt und ihn umschwärmt. Wenn es bei den Chinesen auch so ist, dann ist es in der Tat so, dass er Mann sein ganzes Leben nicht wirklich selbstständig wird. Aber das ist in Deutschland ja nicht anders, wenn er noch im Hotel ?Mami? wohnt. Ansonsten bist Du die erste, die als Begründung nicht sagt, dass Du die chinesischen Männer hässlich findest, denn ich denke, dass ist eine sehr starke Verallgemeinerung, natürlich sehe ich hier auch sehr viele Männer, die ich abgrundtief hässlich und ungepflegt finde, aber ich sehe auch die stylischen androgynen Typen, die hier in den Clubs auftauchen. Nicht mein Fall, aber wem es (als Frau gefällt). Hast Du mal frühere Jackie Chan Filme gesehen (Knochenbrecher-Zeiten) da sieht er auch noch so richtig wie ein Junge aus. Ich denke, bei den Männern ist es umgekehrt zu den Frauen, sie brauchen erst ein wenig Falten, damit sie ein wenig männlicher wirken, was hieße, dass chinesische Männer (wenn nicht ungepflegt) erst ab 40 interessant werden. Wie kommt es, dass ich meine Wette verloren habe, ähm, ich meine, dass Du immer abhaust, bevor Du von einem angesprochen werden kannst. Du hast doch selbst festgestellt, dass die sehr schüchtern sein können. Warum gibst Du ihnen keine Chance?
 
 
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