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Sozialverhalten chin. Studenten im Ausland   guter beitrag schlechter beitrag
Tiger Dad (Gast)
14-jan-12
http://www.chinalawblog.com/2012/01/chinese_students_in_america_why_do_they_even_bother.html

"They never make any effort to talk with anyone other than those who are also from China."

"I tried to speak with some of them, but they clearly had no interest."

"Why do they even bother? They come here to study, but since they never interact with anyone who is not from China, I don't even see why they come."

"You will never see any of them at any school function. Never ever ever. Unless it can help them with a grade."

Dieser Artikel schert wieder mal alle über einen Kamm, hat aber im Kern nicht ganz Unrecht Krasses Beispiel für das Aufeinanderprallen zweier Bildungs- und Wertesysteme.
 
 
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ESB (Gast)
14-jan-12
Zitat They cheat all the time. It is pretty unbelievable how often I have seen them cheating
Das ist ja wohl in China nicht besser. Bekommen die wohl schon mit der Muttermilch eingeimpft.
 
 
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Zentralkomitee
15-jan-12
Unsere haben auch ihre Nachteile. Ich sage nur 'Praktikantenstammtisch'....

Deutsche Praktikanten wollen nur nach Shanghai, unter Schmerzen vielleicht nach Peking, aber sonstwo in China wollen sie nicht hin.

Shanghai ist gebaut als ein Disneyland fuer auslaendische Investoren und Touristen. Die Glitzerfassaden taeuschen darueber hinweg, dass der groesste Anteil am Shanghaier BIP immer noch von staatlichen Unternehmen erwirtschaftet wird, landesweit ist der Anteil der Staatsunternehmen am BIP in Shanghai sogar fuehrend. Das ist kein Zufall, sondern das Resultat der Gesinnung der Shanghaier Genossen (natuerlich machen sie solche Zahlen zur Auslegungssache, was staatlich sei und was nicht, aber bein naeherem Hinsehen ist das auch wieder nur Fassade).

Wirschaftslokomotive Shanghai, ja, aber nicht Reformlokomotive.
 
 
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Frieder Demmer
16-jan-12
"If 500 students from China go to one university as undergrads, it is just too easy for them to act as set out above. But if 40 students go to a small college that reviews the application intensely for more than just the numbers (test scores and dollars) and absolutely will not tolerate its students not participating in class discussions and the life of the college, it can work out just fine. Your thoughts people..."

Die simple Antwort gibt der Autor schließlich (was für ihn spricht) selber:

Sie verhalten sich so, weil es bequem ist, und weil es möglich ist.

Man gehe umgekehrt doch nur mal in dieses Forum und schaue, wie viele Fragen hier noch irgendetwas mit Interesse an Shanghai oder China im engeren Sinn zu tun haben: Das meiste ist platte Verwaltung + ein wenig (West-)Entertainment und Urlaub.

Finde ich nicht verwerflich: Denn auch in Shanghai ist es mittlerweile so, dass man lebenstechnisch eigentlich kontaktfrei durchkommen kann, es macht das Forum allerdings etwas langweiliger – aber so hat wohl alles einfach seine Zeit.

Ein altes Problem sei allerdings noch genannt:

Chinesen verarbeiten Individualismus tendenziell nach innen, Westler nach außen. D.h. während der Ami tendenziell will, dass möglichst jeder merkt, dass er als Person da ist, gesehen werden will, empfindet "der Chinese" die Situation, individuell wahrgenommen/beobachtet zu werden, erst einmal als eher bedrohlich, zieht sich, wenn er den Eindruck hat, man schaue zu intensiv genau nach ihm, intuitiv zurück: Der bunte Vogel wird zuerst erschossen.

Beziehungen zu Chinesen brauchen daher nach wie vor insbesondere eines: Zeit.

Einmal "ansprechen", wie es der Autor ursprünglich so schön als Nachweis seines eigenen Bemühens ins Feld führt, reicht da einfach nicht. Es ehrt ihn wieder, dass er später realisiert, dass wenn es eine klare, auch fachliche (Studium ist für Chinesen nach wie vor ein primär fachlicher Prozess) Basis für einen Austausch gibt, und einen gewissen formellen Rahmen für den Vorlauf, auch was geht.

Zu guter Letzt: So lange es viele Westler es noch immer für einen tollen Gesprächseinstig halten, zu fragen, ob die Chinesen denn nicht merken würden, wie sch... China eigentlich ist, werden die Gespräche kurz bleiben ;-).
 
 
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mitttbewohner
16-jan-12
Ich erinnere mich an aehnliche Debatten in meiner Uni:
- die Auslaender sind immer unter sich, kuemmern sich nicht um ihre Mitstudenten
- Die Kochen selbst ihr eigenes Essen, nur kein Zeug aus dem Gastland
- An unserer Kultur haben sie kein Interesse

Natuerlich ist es immer schlecht, alle ueber einen Kamm zu scheren. Ich kenne genug auslaendische Studenten hier in China, die in Bilinguale Sprachaustauschklubs gehen oder in English Corners helfen oder Tandems bilden, wo chinesischen Fremdsprachenstudenten und muttersprachler sich gegenseitig unterstuetzen.

Genauso wie bei uns damals: Wir hatten reine Auslaenderwohnheime, wo die Auslaender nur unter sich blieben. Und das galt (und gilt insbesondere AUCH fuer chinesische Studenten). Andrerseits hatten wir auch viele Auslaender, die sich eingebracht haben, die selbst fuer StuPa und AStA kandidierten.

"I try to speak with them..." Ja, auch als Auslaender hat man das Recht, sich die Gespraechspartner auszusuchen.
 
 
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Xiaojo (Gast)
16-jan-12
In China ist der Druck auf die Studenten extrem hoch. Die Eltern wollen, dass ihre Kinder erfolgreich sind. Der einzige Weg fuer die meisten ist es ein gutes Studium hinzulegen. Gute Noten gelten dabei in China als Grundlage.

Das Ziel gute Noten zu bekommen muss also auf Teufel komm raus erfuellt werden. Aufgrund dieser Motivation entschliessen sich viele Chinesen ihre Zeit einfach auf das Lernen und nicht aufs "Biertrinken" oder andere Aktivitaeten zu konzentrieren. Es ist so eine Art Tunnelblick der aber zum Ziel hat irgendwann einmal den Lebensstandard der westlichen Kommilitonen zu erreichen.

Die chinesisch stämmigen Kommilitonen suchen natuerlich Kontakte, aber eben nach ihrer entsprechenden Interessenlage orientiert. Mitbewohner nennt sie schon: English Corner, Tandems etc. und Austausch - also alles was mit lernen zu tun hat.

Uebrigens Schwimmen, Tischtennis und Basketball sind beliebte Aktivitaeten, die viele Chinesen gerne unternehmen.
 
 
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Tiger Aunt (Gast)
16-jan-12
Vieleicht kennt der Autor keine anderen Ethnien, bzw. hat keine Erfahrung und kann deshalb nicht vergleichen. Würde er vergleichen, würde er feststellen, daß chinesische Students sehr wohlerzogen und strebsam sind im Vergleich zu anderen.
 
 
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Saiber
16-jan-12
Ein Grossteil der Studenten ist wirklich nur darauf aus einen Abschluss im Ausland zu erlangen und wieder nach Hause zu kehren. Tut sich gut im Lebenslauf. Ist doch bei den deutschen Praktikanten nicht anders. Ein Auslandsaufenthalt ist immer gut. Wem kuemmerts ob ich die Sprache oder Kultur kenne? Hauptsache es steht im CV drin.
In China? 99% der Deutsche oder ausl. Studenten in China, sind ja auch nur hier um die Chinesische Sprache zu lernen und nicht Ingenieurswesen. Sie "muessen" sich mit den Locals abgeben. Das ist Teil ihres Studiums.

Nun, man solle ja nicht alle ueber einen Kamm scherren....
Ein kleiner Teil der Chin. Auslandsstudenten aber, interessiert sich wirklich schon fuer die Gastland Kultur und das Kennenlernen. Nur, auch das kommt vor, werden sie auch nicht so aufgenommen wie es erwartet haben, d.h. es wird erstmal die Kalte Schulter gezeigt von dem Angesprochenen. ("Was will die/der denn von mir?"), oder man wird mit der Politik daheim in China konfrontiert. Ist halt anders als daheim. Habe ich oft gehoert. Also "Why bother"?.
 
 
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Saiber
16-jan-12
Zitat ESB oder BSEDas ist ja wohl in China nicht besser. Bekommen die wohl schon mit der Muttermilch eingeimpft.
Wie ich immer sagte. Zuviel Rindfleisch damals hat das Gehirn geschaedigt.

Spicker, Betruegen, Bescheissen, Unterschleif und Mogeln sind natuerlich im Deutschen voellige Fremdwoerter.
 
 
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Xiaojo (Gast)
17-jan-12
"Vieleicht kennt der Autor keine anderen Ethnien, bzw. hat keine Erfahrung und kann deshalb nicht vergleichen. Würde er vergleichen, würde er feststellen, daß chinesische Students sehr wohlerzogen und strebsam sind im Vergleich zu anderen."

Es gibt eine Tendenz, dass asiatische (nicht nur chinesische) Studenten sehr strebsam sind und bessere Schulleistungen z.B. im dt. Abitur oder SAT-test erbringen wie andere Gruppen.

Das liegt teils an der Kultur und teils an der wirtschaftlichen Situation der Familien aus denen die Individuuen stammen. Der Familienzusammenhalt ist einfach sehr stark und Kinder werden auf Disziplin und Loyalitaet getrimmt. Die oft wirtschaftlich motivierten Ziele der Erwachsenen werden dann weiter an die Kinder gegeben.
Allerdings gibt es auch einen starken kulturellen Einfluss: Asiaten eifern sehr oft einem Ideal nach (Meister) und wollen das gleiche Level vollumfaenglich erreichen. Sie sind deshalb einfach oefters sehr diszipliniert und konzentrieren sich auf das Wesentliche. Allerdings mangelt es manchmal an Erfindergeist, nicht aber an Improvisationgeschick.

Wohlerzogen hat fuer mich aber eher etwas mit Ethik zu tun. Da gibt es solche und solche. Ich kann keine Tendenz feststellen, dass sie da besser oder schlechter als Deutsche abschneiden.
 
 
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Xiaojo (Gast)
17-jan-12
Viele Gruppen definieren sich ueber die Zugehoerigkeit zu ihrer Gruppe als so eine Art Territorialverstaendnis. Waehrend viele Asiaten aufgrund der historisch zerrütteten asiatischen Länder meist nur ueber ihre Familie definieren. Während die Deutsche seit Bismark eine gute Sozialabsicherung hatten und dadurch auf ihre Familie nicht mehr angewiesen waren hatten die Asiaten mit dem Verfall ihrer Länder zu tun.

Wenn ein Deutscher also Mangelndes Sozialverhalten bei Asiaten erkannt haben mag hat er oder sie oft nicht wahrgenommen was fuer ein faszinierendes und vorbildliches Verhalten die meisten ihrer Familie und ihren Freunden erweisen. Ich wuerde sogar behaupten, dass viele Asiaten ein hohes Mass an Empathie haben.
 
 
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EBS (Gast)
17-jan-12
Mit Verlaub Herr Xiajo - vielleicht nochmal von vorne anfangen:

http://www.youtube.com/watch?v=l7AWnfFRc7g&feature=relmfu

Ich würde sagen, die meisten hier liegen zw. "emphatic distress" und "mature empathy" ( I can see myself) ....

Darüberhinaus habe ich überwigend chin. Studenten im Ausland kennen gelernt die froh waren Ihrer Familie zu entkommen und mal einen Drauf zu machen - das sind wohl eher die Eltern, die versuchen ihre Kids möglichst in ein Chin. Umfeld einzupflanzen ...
 
 
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Xiaojo (Gast)
17-jan-12
Ein youtube video, dass ich vor Wochen schon mal gesehen habe. Eine interessante These und evt. ein möglicher Vorschlag die Dinge besser zu machen. Es regt definitiv zum Nachdenken an. Es fehlen allerdings viele Faktoren, die nicht beschrieben worden sind und die gleichwohl einen grossen Einfluss haben.

Zusaetzlich beschreibt es nicht oder nur in unzureichendem Masse die Situation der asiatischen Studenten. Die kommen aus einer ganz anderen Ecke - deshalb verstehe ich nicht warum du dieses Video in diesem Zusammenhang gepostet hast.

"Darüberhinaus habe ich überwigend chin. Studenten im Ausland kennen gelernt die froh waren Ihrer Familie zu entkommen und mal einen Drauf zu machen - das sind wohl eher die Eltern, die versuchen ihre Kids möglichst in ein Chin. Umfeld einzupflanzen ..."

Es gibt solche und solche, aber die Tendenz ist klar, dass Chinesen ihrer Familie gegenueber meistens loyal sind und sich um sie bemühen. Es gibt natuerlich auch in China zerrüttete Familien und natuerlich entwickeln auch alle jungen Chinesen einen Freiheitsdrang und moechten die Selbstbestimmung. Aber das vollzieht sich meistens in einer gewissen Harmonie und meistens werden die Kids aktiv von den Eltern sogar dabei unterstuetzt ins Ausland zu gehen. Sonst waere das doch gar nicht moeglich. Manche Eltern koennen tatsaechlich nicht loslassen, sind unzurfrieden mit den Leistungen und machen ihren Kindern dann zu grosse Vorschriften dann führt das zu Bruechen, aber das sind meistens Einzelfaelle. Wie schon gesagt ich beschreibe eine Tendenz in der sich das einzelne Individuum nicht widerspiegeln muss.

"und mal einen Drauf zu machen "

Von allen jungen Festlandchinesen, die ich kenne ist nur ein Bruchteil ab und zu mal dabei einen Drauf zu machen. Meistens sind das Kids von Einwanderen oder haben einen extrem reichen Familienhintergrund oder sind so "over the top", dass sie sich gleich perfekt mit ihren anderen Kommilitonen integrieren, dass sind dann meistens die Kids die sich das durch ihre guten Leistungen alle mal leisten koennen.
 
 
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Tiger Aunt (Gast)
17-jan-12
"Viele Gruppen definieren sich ueber die Zugehoerigkeit zu ihrer Gruppe als so eine Art Territorialverstaendnis."

das stimmt. Parallelgesellschaften.
Das praktizieren Chinesen oder Menschen aus Ostasien aber nicht so intensiv wie andere Kulturkreise.
Und das hat meiner Meinung nach mit dem älteren, bzw. erfahrerenen und insbesondere mit dem NICHT-Monotheistischen Kulturkreis-Hintergrund zu tun.
 
 
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Xiaojo (Gast)
17-jan-12
@Tiger Mama:

Ich habs anfangs ungluecklich formuliert. Was ich gemeint habe war, dass z.B. Deutsche ihr Zusammengehoerigkeitsgefuehl mehr ueber ihre Nation bzw. ihr System entwickeln und die Chinesen eher ueber die Familie oder ihre Freunde. Das hat weniger etwas mir Paralellgesellschaften zu tun - Das ist ein noch groesseres Thema.

Viele Chinesen werden dir sagen, dass Chinesen wie Sand zusammenhalten. Aber kaum ein Chinese wird dir das ueber seine Familie und Freunde sagen.
 
 
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